Swingmusiker Hugo Strasser gestorben

Er stand bis zuletzt auf der Bühne: Jetzt ist der Swingmusiker Hugo Strasser verstorben. Gemeinsam mit Max Greger und Paul Kuhn wurde er zu einer deutschen Swing-Legende.

Hugo Strasser
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Hugo Strasser


Der Swing-Musiker und Klarinettist Hugo Strasser ist tot. Er sei nach längerer Krankheit im Alter von 93 Jahren zu Hause gestorben, bestätigte Max Greger junior am Abend der Nachrichtenagentur dpa - er hatte ebenso wie sein erst im vergangenen August verstorbener Vater Max Greger zusammen mit Strasser auf der Bühne gestanden.

Noch am Tag habe er Strasser besucht, sagte Max Greger junior. "Im Moment finde ich gar keine Worte." Am 7. April wäre Strasser 94 Jahre alt geworden.

Der Musiker hatte bis zuletzt auf der Bühne gestanden. "Ich möchte so lange weitermachen, wie mich der Herrgott lässt", sagte er noch vor gut einem Jahr anlässlich seines 60. Bühnenjubiläums bei einem Auftritt im Deutschen Theater in München.

Mit Bestürzung hatte Strasser im Sommer auf den Tod seines langjährigen Weggefährten Max Greger reagiert - und bei dessen Beerdigung gespielt. Er habe nicht geglaubt, dass er als Letzter übrig bleiben werde. Strasser, Greger und Paul Kuhn waren mehr als zehn Jahre als Swing-Legenden unterwegs gewesen.

Strasser, geboren 1922 in München-Schwabing, spielte nach dem Zweiten Weltkrieg Swing und Jazz in amerikanischen Klubs. 1955 gründete er sein eigenes Tanzorchester und trat damit bis 2015 auf. Bekannt wurde er für seine Albumreihe "Die Tanzplatte des Jahres", die von 1966 bis 1996 jährlich veröffentlicht wurde. Als er 65 Jahre alt war, gründete er das Quintett Hot-Five.

Mit seinen Platten erreichte Strasser Millionenauflagen. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit zwei Goldenen Schallplatten, dem Deutschen Schallplattenpreis und dem Goldenen Tanzschuh - Tanzmusik begeisterte ihn von Anfang an am meisten.

brt/dpa



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