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10. September 2018, 12:25 Uhr

"EGOT"-Status

John Legend bricht mit Emmy-Gewinn Rekorde

Andrew Lloyd Webber, John Legend und Tim Rice haben jeweils einen Emmy gewonnen und sind damit die neuesten "EGOTs". "EGOT"? So nennt man in den USA Träger der vier wichtigsten Entertainmentpreise.

Emmy, Grammy, Oscar, Tony: Komponist Andrew Lloyd Webber, Musiker John Legend und Autor Tim Rice sind jeweils für die TV-Show "Jesus Christ Superstar" bei der Verleihung der Creative Arts Emmys mit einem Emmy ausgezeichnet worden. Damit sind die drei Künstler in den elitären Kreis der "EGOT"-Gewinner aufgestiegen. Denn sie haben nun die vier größten Preise im US-Showbusiness gewonnen, neben dem Emmy sind das der Grammy (Musik), der Oscar (Film) und der Tony (Theater und Musical).

Sänger, Komponist und Songwriter John Legend erhielt die Auszeichnung als Co-Produzent der Live-Version des Musicals "Jesus Christ Superstar", die als TV-Spezial bei NBC zu sehen war. Er ist zudem in der Kategorie Hauptdarsteller in einer abgeschlossenen Serie oder einem Film nominiert. Der 39-jährige Legend spielt auch die Titelrolle in dem Musical. Mit den Creative Arts Emmys prämiert die TV-Branche hauptsächlich besondere Leistungen in technischen Kategorien. Die Emmy-Hauptpreise werden am 17. September in Los Angeles vergeben.

Legend ist der erste schwarze EGOT

Mit dem Gewinn des Emmy am Sonntag schreiben die drei Preisträger Geschichte, und Legend bricht gleich mehrere Rekorde: Es ist das erste Mal, dass mehr als zwei Personen im einen Jahr den "EGOT"-Status erreichen. Sie sind die 13., 14. und 15. "EGOT"s.

Legend ist außerdem der erste Afroamerikaner, der nun zu dem illustren Kreis gehört. Whoopi Goldberg hatte als erste afroamerikanische Frau 2002 den EGOT-Status erreicht. Darüber hinaus löste der 39-Jährige den Film- und Musicalkomponisten Robert Lopez ab, der 2014 für "Let It Go" aus "Die Eiskönigin" mit dem Oscar ausgezeichnet und damit damals zum jüngsten "EGOT" wurde.

John Legend hat bereits zehn Grammys gewonnen, 2015 einen Oscar für Song den "Glory" aus dem Film "Selma" und im vergangenen Jahr einen Tony für das Theater-Revival von "Jitney" .

Bei den Creative Arts Emmys wurde darüber hinaus posthum auch Anthony Bourdain für seine Koch-und-Reiseshow "Parts Unknown" bei CNN ausgezeichnet. Bourdain starb im Juni während Dreharbeiten im Elsass.

brs/Reuters

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