"The Life of Pablo" Kanye West läuft jetzt auf Pornhub

Kanye West wollte "The Life of Pablo" nur bei Tidal anbieten. Jetzt ist das Album als Stream auf einer ganz anderen, aber sehr reichweitenstarken Internetseite aufgetaucht: Pornhub.

Kanye-West-Album auf Pornhub

Kanye-West-Album auf Pornhub


Um die Veröffentlichungsstrategie des Albums "The Life of Pablo" hatte es von Anfang an Hickhack gegeben: Zuerst kündigte Kanye West an, das Album über seine eigene Website anzubieten und parallel über den Streamingservice Tidal seines Kumpels Jay-Z zu vertreiben. Eine Woche später sollte es dann als bezahlter Download über iTunes verfügbar sein. Daraus wurde aber nichts. "Mein Album wird es niemals niemals niemals bei Apple geben, man wird es nie kaufen können… Ihr bekommt es nur bei Tidal", twitterte West. Also nur Tidal.

Doch jetzt ist das Album "The Life of Pablo" als Stream noch auf einer ganz anderen, aber sehr reichweitenstarken Internetseite aufgetaucht: Dem Pornodienst pornhub.com. Das haben die Nutzer des Social-News-Aggregators Reddit gemerkt. Laut alexa.com ist das Pornoportal die 66. meistbesuchte Internetseite der Welt.

Wie es dort gelandet ist, ist nicht klar. Hat es Kanye West selbst hochgeladen? Oder hat ein Fan sein Unwesen getrieben? Oder sollte man sagen: ein Feind?

Klar ist, dass die Veröffentlichungsstrategie des Albums von Anfang an Raubkopierer zu Höchstleistungen anspornte. Das Filesharing-Blog "TorrentFreak" schätzt, dass "The Life of Pablo" in den ersten 24 Stunden mehr als 500.000-mal als Torrent illegal heruntergeladen wurde. Die Gesamtzahl der illegalen Downloads dürfte mittlerweile ins Unermessliche gestiegen sein.

mka

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insgesamt 2 Beiträge
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Thomas Schnitzer 02.03.2016
1.
Das wundert mich weder technisch noch inhaltlich, denn den Streaming-Servern ist es herzlich egal, welchen Inhalt der Datenstrom hat. Daher ist das kein Einzelfall, in diversen Pornoportalen befinden sich komplette Filmsammlungen die von Herr der Ringe über Star Wars bis Schindlers Liste reichen, weil die Admins oftmals heillos überlastet sind. Gleiches gilt auch für Musik.
melaw 02.03.2016
2. Netzcommunity
herausfordern und dann über den leak wundern? Hat ja nicht allzugut funktioniert. Zuckerbrot statt Peitsche.
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