Weihnachtsklassiker Britischer Kneipenbesitzer verbannt "Last Christmas" aus 231 Pubs

Viele lieben, aber fast genauso viele Menschen hassen "Last Christmas". Ein britischer Pub-Besitzer hat den Song nun in all seinen Läden verboten.

George Michael und Andrew Ridgele
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George Michael und Andrew Ridgele


Kaum ein Weihnachtssong ruft so viele unterschiedliche Meinungen hervor wie "Last Christmas". Die zahlreichen Fans des "Wham"-Liedes befördern es Jahr für Jahr in die deutschen Singlecharts, doch bei ebenso vielen Menschen stößt der Klassiker auf Ablehnung. In englischen Kneipen dürften sich viele Besucher in den kommenden Tagen über den Song freuen.

Die in England weitverbreitete Kette "Fuller's" hat "Last Christmas" in all ihren 231 Pubs bis zum 25. Dezember verboten - sollte der Song dennoch gespielt werden, verspricht der Besitzer Jonathan Swaine den Kunden ein Freibier. Das berichtet die britische Zeitung "The Sun".

Britische Kneipe "Fuller's"
Getty Images

Britische Kneipe "Fuller's"

Die Idee kam dem Unternehmer, als er dem Radiosender "Absolute Radio" lauschte. Dort nehmen die Hörer momentan an "Whamageddon" teil. Ziel des Spiels ist es, bis zum ersten Weihnachtsfeiertag nicht einmal "Last Christmas" zu hören. Angesichts der Omnipräsenz des Songs eine fast unlösbare Aufgabe.

In den sozialen Netzwerken erfreut sich die Aktion großer Beliebtheit. Unter dem Hashtag #whamageddon tauschen sich Twitter-Nutzer darüber aus, wie sie versuchen, dem Song zu entkommen. Das klappt natürlich nicht immer.

"Last Christmas" zählt zu den erfolgreichsten Weihnachtsliedern der Welt. Der 1984 veröffentliche Song, der unter anderem vom 2016 verstorbenen Popstar George Michael geschrieben wurde, schaffte es schon 130 Mal in die deutschen Charts - so häufig wie kein anderes Lied.

bam



insgesamt 27 Beiträge
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Hörbört 14.12.2018
1. Geschäftstüchtig
Der "Wirt" hat hier wohl kühl kalkuliert: Wer beim "Whamageddon" weit kommen will, ist in seinen Läden am besten aufgehoben. Okay, das dürfte wohl die wenigsten antreiben, aber Sinn ergibt das schon. Schließlich hüpft der Mann hier auf einen hippen Trend und sichert sich so kostenlose Werbung (q.e.d.).
widower+2 14.12.2018
2. Vorbildlich!
"Last Christmas" plus englisches Bier wären ja auch der Vorhof zur Hölle.:) Ich weiß nicht, ob dieses Whamageddon jetzt als neu betrachtet wird. In den Fanforen von Werder Bremen gibt es dieses Spiel auf jeden Fall seit etlichen Jahren unter der Bezeichnung "Christmas King". Da ich meinen Kindern leichtsinnigerweise erzählt habe, daran teilzunehmen, hat mir die undankbare Brut (.:)) natürlich mit dem MP3-Player aufgelauert. Länger als bis zum 4. Dezember habe ich es nie geschafft, diesem unsäglichen Geseier zu entgehen.
butzibart13 14.12.2018
3. Oft ein Graus
Überall in Kneipen oder auf Weihnachtsmärkten hört man in der Adventszeit das Gedudele von "Last Chrismas", so dass es einem aus den Ohren rauskommt. Dabei ist es interessanter, diesen Song auch mal bei 35 °C im Juli im Radio oder sonstwo zu spielen. Und irgendwelche abgestandenen Künstler sind sich nicht zu schade, in der Weihnachtszeit eine Chrismas-CD mit diversen Liedchen neu auf den Markt zu werfen, siehe aktuell Engelbert Humperdinck. Lieder abseits vom Mainstream werden dagegen selten gespielt.
calinda.b 14.12.2018
4. Gut so
Alle anderen Weihnachtslieder auch aussperren und einfach Weihnachten auf Montag machen, während hierzulande der Durstige keine offene Kneipe an dem Abend findet.
pfalzkapelle 14.12.2018
5. Gute Chancen zu gewinnen...
Bis Weihnachten den song "Last Christmas" nicht zu hören, da habe ich die besten Chancen. Ich bin leider sehr schwer hörig und höre darum auch keine Musik... Ich gehöre aber zu den Leuten, die "Last Christmas" lieben... Ich finde es ist besser Wham zu ertragen als nichts oder wenig zu hören!
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