Flamenco-Größe Manitas de Plata ist tot

Er spielt vor Pablo Picasso, Salvador Dalí und Brigitte Bardot, verkaufte weltweit fast hundert Millionen Alben: Jetzt ist der südfranzösische Flamenco-Gitarrist Manitas de Plata im Alter von 93 Jahren gestorben.

Manitas de Plata, hier 1983: "Silberhändchen" mit mehr als 80 Platten
AFP

Manitas de Plata, hier 1983: "Silberhändchen" mit mehr als 80 Platten


Hamburg/Montpellier - Im Alter von 93 Jahren ist einer der größten Flamenco-Musiker Frankreichs gestorben: Der Gitarrist Manitas de Plata verstarb im Kreise seiner Angehörigen in einem Altenheim im südfranzösischen Montpellier, wie seine Tochter Françoise am Donnerstag mitteilte. Manitas de Plata - der Künstlername bedeutet wörtlich übersetzt "Silberhändchen" - hatte den Flamenco weltweit populär gemacht. Er hinterlässt ein Werk von mehr als 80 Schallplatten; weltweit hat er 93 Millionen Alben verkauft.

Der 1921 im Wohnwagen seiner Familie im südfranzösischen Sète geborene Manitas de Plata, der mit wirklichem Namen Ricardo Baliardo hieß, spielte schon mit neun Jahren meisterhaft Gitarre, obwohl er keine Noten lesen konnte.

Als Junge trat er zunächst in Terrassencafés an der Côte d'Azur auf. Dort traf er den französischen Schriftsteller Jean Cocteau, die Maler Pablo Picasso und Salvador Dalí, die seine Freunde wurden, sowie die Schauspielerin Brigitte Bardot. US-Produzenten holten ihn später zu Auftritten nach New York, wo er Triumphe feierte.

sha/AFP



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