Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Streit um Comeback: Produzent Farian will Milli-Vanilli-Auftritt bei Carmen Nebel verhindern

Hall of Shame: Der große Rock'n'Pop-Schwindel Fotos
AP

Girl You Know It's - not - True: Der Schwindel um das deutsche Duo Milli Vanilli zählt zu den größten Skandalen der Popgeschichte. Nach SPIEGEL-Informationen entzündet sich jetzt ein Streit um das Comeback der Band.

25 Jahre nach dem Skandal um Milli Vanilli: In der ZDF-Show "Willkommen bei Carmen Nebel" wollen Fabrice Morvan und John Davis mindestens einen der alten Hits der Band ("Girl You Know It’s True", "Girl I’m Gonna Miss You") vortragen. Morvan war von 1988 bis 1990 eines der beiden Gesichter von Milli Vanilli, bewegte wie sein inzwischen verstorbener Bühnenpartner Rob Pilatus aber nur die Lippen zum von anderen eingesungenen Playback.

Gemeinsam mit Davis, damals eine der echten Stimmen, will Morvan diesmal tatsächlich singen – in der Nebel-Show sogar live. Torpediert wird das Projekt von Produzent Frank Farian, 73, Erfinder von Milli Vanilli und seinerzeit verantwortlich für die Sangesschummelei. "Ich werde gerichtlich gegen die Verwendung des Namens Milli Vanilli vorgehen", sagt der Deutsche, der in Miami wohnt. Er werde Sender abmahnen, die einen Auftritt von Morvan und Davis unter dem Namen Milli Vanilli zulassen. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Von einem Comeback könne man laut Farian nicht sprechen: Weder Morvan noch Davis hätten die Lieder damals gesungen, Letzterer habe nur gerappt. "Alle großen Hits der beiden Alben hat der Sänger Brad Howell eingesungen." Aus Respekt vor ihm dürfe es "keinen neuen Milli-Vanilli-Betrug geben", so Fake-Experte Farian.

Logo SPIEGEL

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

Den digitalen SPIEGEL finden Sie in den Apps für iPhone/iPad, Android, Windows 8, Windows Phone und als Web-App im Browser.

Was im neuen SPIEGEL steht, erfahren Sie immer samstags in unserem kostenlosen Newsletter DIE LAGE.

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 58 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Respekt!
humble_opinion 08.05.2015
"Alle großen Hits der beiden Alben hat der Sänger Brad Howell eingesungen." Aus Respekt vor ihm dürfe es "keinen neuen Milli- Vanilli-Betrug geben", so Fake-Experte Farian. Ah - es geht um den Respekt. Und ich dachte schon, dass Geld oder Geltungsdrang etwas damit zu tun hat. Wie man sich doch irren kann.
2. Nunja
Bueckstueck 08.05.2015
Die Rechte an dem Betrug hat nunmal Farian. Da kann man nix machen, ausser den Namen ändern. Absurd.
3. Wenns bloß um die Verwendung des Namens geht ...
bushmills 08.05.2015
.., wogegen Herr Farian gedenkt, gerichtlich vorzugehen, läßt sich dies ja einfach vermeiden. Z.B. mittels Umbenennung nach "TAFKAMV" (The Artists formerly known as Milli Vanilli) - wobei allerdings über das "Artists" nochmal nachgedacht werden sollte - oder auch eingedeutscht "DBWMMVH" (Die Band, welche mal Milli Vanilli hieß). Fäddisch, Klage vom Tisch. Gucken würd ichs trotzdem nicht.
4. Es gibt so ne und solche
humble_opinion 08.05.2015
The Sweet - Topseller und Headliner des Glam Rock in den 70ern - haben ihre ersten Singles auch nicht selbst eingespielt. So what? Marc forever - Mr. Bolan hingegen hat alles selbst komponiert und eingespielt. Zeitlos gut - Anspieltipp: die CD 'Electric Warrior'.
5. Neuer Name?
nabitte 08.05.2015
Ich schlage mal villi manilli vor...
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Mehr dazu im SPIEGEL
Heft 20/2015 Die Lüge von der Chancengleichheit - warum schon die Geburt über Bildung und Aufstieg entscheidet SPIEGEL-Apps:


SPIEGEL.TV
Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: