Französisch-algerischer Musiker Rachid Taha ist tot

Er spielte Punk, Rock und Raï: Der französische Sänger Rachid Taha verleugnete seine algerischen Wurzeln nie und provozierte mit politischen Songs. Jetzt ist er überraschend verstorben.

Rachid Taha
AFP

Rachid Taha


Der Musiker Rachid Taha ist verstorben. Das melden übereinstimmend französische Medien. Der in Algerien geborene Sänger sei Dienstagnacht einem Herzinfarkt erlegen. Er wurde 59 Jahre alt.

Taha zog schon 1968 mit seiner Familie nach Frankreich. Dort wurde er mit Songs wie "Ya Rayah" und "Barra, Barra" bekannt. Er vermischte nordafrikanische Musikstile mit Rock, Punk, später auch House und Techno. Taha machte sich gegen Rassismus stark und sorgte mit seinen politischen Texten für Provokationen.

Der Musiker gehörte zunächst der Band Carte de Séjour an und schlug Anfang der Neunzigerjahre eine Solokarriere ein. Seinen endgültigen Durchbruch in Frankreich feierte Taha mit dem Album "Diwan", einer Hommage an die Schlagersänger Nordafrikas. Seinen Song "Barra, Barra" verwendete der Regisseur Ridley Scott für den Soundtrack seines Films "Black Hawk Down".

kae



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