Nach Kritik an Bush Dixie Chicks fürchten um ihr Leben


New York - Die drei Sängerinnen der US- Countryband Dixie Chicks haben Angst um ihr Leben, seitdem sie Präsident George W. Bush kritisierten. "Ich glaube, es geht hier um mehr als die Verkaufszahlen unserer Platten. Ich mache mir Sorgen um meine Sicherheit. Um die Sicherheit meiner Familie. Wenn man Todesdrohungen bekommt", sagte die Sängerin Emily Robison in einem Interview des US-Senders ABC, das am Donnerstagabend ausgestrahlt werden sollte.

In dem Interview wollten Natalie Maines, Emily Robison and Martie Maguire erstmals über die Kontroverse sprechen, die Maines bei einem Konzert in London ausgelöst hatte. Kurz vor Beginn des Irak-Kriegs hatte sie gesagt, sie schäme sich dafür, dass Präsident Bush aus ihrem Heimatstaat Texas kommt. Seitdem wurde das Trio nach eigenen Angaben mit Hass- und Drohbriefen überhäuft. Außerdem war das Eingangstor zu Robisons Ranch in Texas zerstört worden. Zahlreiche Radiosender in den USA spielten die Lieder der Gruppe nicht mehr.

Als Antwort auf die massive Kritik hatten sich die Dixie Chicks für das jüngste Cover des Branchenmagazins "Entertaiment Weekly" nackt fotografieren lassen. Auf ihre Körper gedruckt sieht man Worte wie "Dixie Schlampen", "Verräterinnen", "Saddams Engel" und "Stolze Amerikanerinnen". "Es geht nicht darum, nackt zu sein. Wir wollten die Absurdität der extremen Schimpfworter zeigen, mit der die Leute uns beschimpft haben", sagte Maguire.

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