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"Rockin' in the Free World": Neil Young gegen Donald Trump

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REUTERS

Präsidentschaftskandidat Donald Trump: "Schlechte Idee"

Donald Trump will im Präsidentschaftswahl 2016 für die Republikaner antreten - und nutzte bei der Bekanntgabe seiner Kandidatur Neil Youngs Anti-Republikaner-Song "Rockin' in the Free World". Der ist nicht begeistert.

Ob der Republikaner Donald Trump den Rockklassiker "Rockin' in the Free World" richtig verstanden hat? Young schrieb den Rockklassiker 1989, darin rechnet er ab mit der konservativen Regierung unter George Bush, unter anderem mit einer Sozialpolitik, die die Ärmeren benachteiligt: "We got a thousand points of light / For the homeless man / We got a kinder, gentler, /Machine gun hand", heißt es unter anderem in einem Mix aus Original-Bush-Zitaten und Youngs eigenen Zeilen.

Jetzt nutzte der Immobilienmogul Donald Trump, durchaus bekannt für schillernde bis wahnsinnige Selbstinszenierung, ausgerechnet Youngs Song bei der Bekanntgabe seiner Kandidatur als Einlauf-Musik: Nachdem seine Tochter Ivanka Trump auf einer Bühne im Atrium des New Yorker Trump Towers vor acht Sternenbannern die Kandidatur angekündigt hatte, fuhr der 69-Jährige zu dem Rocksong auf einer Rolltreppe hinunter zur Bühne.
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US-Wahlkampf: Donald Trump for President

Die Reaktion blieb nicht aus: Neils Management meldete sich mit einer Erklärung zu Wort: Donald Trump habe nicht die Erlaubnis gehabt, "Rockin' in The Free World" bei seinem Einstieg in den US-Präsidentschaftswahlkampf zu nutzen. Young, selbst übrigens Kanadier, sei Unterstützer von Bernie Sanders, einem Sozialisten, der lange parteilos war und nun für die Demokraten antreten will.

Auch David Crosby, früherer Bandkollege von Neil Young bei Crosby, Stills, Nash & Young, meldete sich zu Wort: Trump habe sich mit dem Falschen angelegt, schrieb er auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. "Schlechte Idee."

eth/AP

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insgesamt 18 Beiträge
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1.
99luftballons 17.06.2015
Wer ist noch Neil Young? Das ist kostenlose Werbung, wird auch prompt genutzt!
2. Warum nicht?
claus_debold 17.06.2015
Nachdem die USA schon Kriegshelden, Schauspieler, Geheimdienstler und Farmer und Minderheitsmitglieder als Präsidenten hatte, kann ein durchgeknallter Multimilliadär die Szene eigentlich nur noch interessanter machen. Wenn er nicht gewählt wird (um Gottes Willen, nein), kann er seinen Trump Tower ja als Nation bei der UN anmelden und da Präsident spielen.
3.
kugelsicher 17.06.2015
Bitte diesen Polit-Clown verklagen dass es nur so raucht. Eine andere Sprache verstehen diese Leute nicht.
4. Neil Young braucht ganz sicher keine Werbehilfe
leif_tristan_laumann 17.06.2015
von Donald Trump...der Mann ist bekannt genug. Geht da wohl wirklich um Ansichten...
5. @ 99 Luftballons
twillos 17.06.2015
ihre Frage deutet von einer erstaunlichen Unkenntnis der amerikanischen Musikszene. Ob sie es glauben oder nicht, es gab Neil Young vor,während und auch nach Nena (99 Luftballons)!
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