Neue Theorie Glenn Miller von "Friendly Fire" getötet?

Um den Tod des amerikanischen Big-Band-Leaders Glenn Miller ranken sich auch heute noch viele Legenden. Eine britische Fernsehdokumentation will jetzt die Lösung gefunden haben.


Glenn Miller: Ließ "Friendly Fire" seine Maschine abstürzen?
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Glenn Miller: Ließ "Friendly Fire" seine Maschine abstürzen?

London - Miller startete am Abend des 15. Dezember 1944 mit einer kleinen einmotorigen Maschine von einem Luftwaffenstützpunkt in Südengland, um im Rahmen der Truppenbetreuung in Paris vor Soldaten der Alliierten ein Konzert zu geben. Das Flugzeug vom Typ Noorduyn Norseman verschwand in Nebel und Miller wurde nie mehr gesehen.

Die Dokumentation des britischen Fernsehens glaubt jetzt den Schlüssel gefunden zu haben: Miller sei weder in die Hände der Nazis gefallen und zu Tode gefoltert worden, noch sei er in den Armen einer Prostituierten in Paris gestorben - vielmehr habe eine heimkehrende Bomberstaffel Miller versehentlich abgeschossen.

Der "Guardian" berichtete vorab aus der Fernsehdokumentation, an jenem 15. Dezember seien 139 Lancaster Bomber, die einen Angriff auf Deutschland hätten abbrechen müssen, auf dem Heimflug gewesen. Sie hätten über dem Ärmelkanal ihre Bomben ausgeklinkt und dabei versehentlich das Flugzeug von Miller getroffen. Dieser Vorfall sei von einem Navigator beobachtet worden. Navigator Fred Shaw habe den Vorfall in einem Amateurfilm geschildert, der jetzt wieder aufgetaucht sei. Shaw sagte, er habe den Bezug zu Miller erst im Jahr 1956 erkannt, als er den Film "Die Glenn Miller Story" gesehen habe, zitierte die Zeitung weiter aus der Dokumentation, die zum Jahreswechsel gesendet werden soll.



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