Rock'n'Roll-Museum Nina Simone und Bon Jovi in der Hall of Fame

Sie war kompromisslos und wütend: Die Jazz- und Soulsängerin Nina Simone gehörte zu den ganz Großen. Mit ihr kommen Bon Jovi, Dire Straits, Cars und Moody Blues in die Rock and Roll Hall of Fame.

Nina Simone
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Nina Simone


Sie war talentiert, kompromisslos, wütend und schwarz: Die legendäre Sängerin Nina Simone zieht in die Rock and Roll Hall of Fame ein. Insgesamt sechs Künstler und Gruppen werden in die Ruhmeshalle aufgenommen, darunter die britische Rockband Dire Straits, wie das Museum in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio mitteilte. Die Aufnahme der Musiker wird demnach am 14. April mit einer großen Gala gefeiert.

Auch die US-Rockband Bon Jovi aus New Jersey mit Frontmann Jon Bon Jovi, werden in der Hall of Fame geehrt. Sie landeten bei der Fan-Entscheidung zum Einzug in die Ruhmeshalle an erster Stelle. Die Band ist seit 34 Jahren im Geschäft. Sie verkaufte bislang mehr als 120 Millionen Alben, spielte mehr als 2600 Konzerte weltweit und füllt mit ihren Rockhymnen die größten Konzerthallen, teilte die Rock and Roll Hall of Fame mit.

Über einen Platz in der Ruhmeshalle entscheidet außerdem ein Konsortium aus etwa tausend Historikern und Vertretern der Musikszene. "Nina Simone nannte die Dinge mit kompromisslosem Zorn und anklagender Stimme beim Namen", begründete das Konsortium die Entscheidung für die 2003 in Frankreich gestorbene Sängerin. Sie sei in den Sechzigern für den afroamerikanischen Kampf um Gleichberechtigung wichtig gewesen. "Sie sang darüber, was es hieß, jung, talentiert und schwarz zu sein in einer ungerechten und problematischen Welt."

Nina Simone spielte seit ihrem vierten Lebensjahr Klavier und studierte Klaviermusik in New York, wurde dann aber aufgrund ihrer Hautfarbe in Philadelphia nicht mehr zur Fortsetzung der Ausbildung zugelassen. Über Jobs als Klavierlehrerin und Barmusikerin kam sie zum Gesang. Sie engagierte sich stark in der US-Bürgerrechtsbewegung.

Das Konsortium entschied außerdem, dass auch die New-Wave-Band Cars, die US-Gospel-Sängerin Rosetta Tharpe und die britischen Rocker von Moody Blues einen Platz erhalten sollen.

Seit 1986 werden jedes Jahr neue Künstler und Bands in die Hall of Fame aufgenommen. Das Erscheinungsdatum der ersten Single oder des ersten Albums muss dafür mindestens 25 Jahre zurückliegen. Songschreiber, Produzenten und DJs werden in einer eigenen Kategorie gewürdigt.

cpa/afp

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