US-Popstar Prince Sechs Erben sollt ihr sein

Seine Schwester Tyka Nelson sowie fünf weitere Halbgeschwister sind die rechtmäßigen Erben des verstorbenen US-Musikers Prince. Auf das Millionenvermögen müssen sie allerdings noch warten.

Popstar Prince
REUTERS

Popstar Prince


Über ein Jahr hat es gedauert, bis die rechtmäßigen Erben von Prince Rogers Nelson benannt werden konnten. Der US-Popstar war im April 2016 im Alter von 57 Jahren an einer Überdosis des Schmerzmittels Fentanil gestorben. Er hinterlässt ein Vermögen, das je nach Schätzung zwischen 100 und 300 Millionen Dollar hoch sein könnte, vor Abzug der Steuern.

Da der Musiker ohne Hinterlassen eines Testaments verstorben war, musste ein Gericht über die Erbberechtigung entscheiden. Der zuständige Richter des Kreisgerichts in Carver County, US-Bundesstaat Minnesota, setzte jetzt Princes Schwester Tyka Nelson sowie seine fünf Halbgeschwister Omarr Baker, Alfred Jackson, John L. Nelson, Norrine Nelson und Sharon Nelson als Erben ein. Das entsprechende Gerichtsdokument wurde am Freitag veröffentlicht. Dem US-Magazin "People" sagten die Geschwister, sie seien erfreut und erleichtert über die Entscheidung.

Bis zu 45 Personen hatten sich nach dem Tod des Stars gemeldet und behauptet, Prince-Nachkommen oder -Verwandte zu sein. 29 Fälle wurden von unterschiedlichen Gerichten bereits in erster Instanz entkräftet. Allerdings haben alle potenziellen Erben auch nach der aktuellen Entscheidung noch ein Jahr Zeit, ihre Ansprüche glaubhaft geltend zu machen.

Ruhe wird also nicht so bald um den Nachlass des Musikers einkehren, der 1984 mit seinem Album und dem zugehörigen Film "Purple Rain" Weltruhm erlangte. Ende Mai soll über einen 31 Millionen schweren Deal entschieden werden, der nach Princes Tod ausgehandelt wurde und dem Plattenlabel Universal weitgehende Verwertungsrechte für das nach 1996 veröffentlichte Material des Musikers, aber auch für einige der erfolgreichsten Prince-Alben aus den Achtzigern und frühen Neunzigern gewähren sollte. Vor allem über die lukrativen früheren Aufnahmen jedoch hatte Prince noch 2014 einen neuen Vertrag mit seinem damaligen Label Warner Bros. geschlossen.

Die Veröffentlichung einer EP mit neuen Songs zum Todestag am 21. April musste wegen der andauernden Streitigkeiten um Nachlass und Rechteverwertung gestoppt werden.

bor



© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.