Reaktionen auf Lou Reeds Tod "Danke für deine schönen, dunklen Texte"

Weit über die Rockszene hinaus herrscht Trauer über den Tod Lou Reeds. Weggefährten wie John Cale oder David Bowie äußerten sich ebenso wie Schauspieler und Literaten. Und sogar Miley Cyrus war erschüttert über die Nachricht.

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Nach dem Tod von Lou Reed betrauern Kollegen und Weggefährten den Verlust des berühmten US-Rockmusikers. "Die Welt hat einen ausgezeichneten Songwriter und Poeten verloren ... Ich habe meinen Schulhof-Kumpel verloren", schrieb John Cale auf seiner Facebook-Seite. Cale hatte mit Reed Ende der sechziger Jahre die von Andy Warhol geförderte Punk-Avantgarde-Band Velvet Underground gegründet.

"Er war ein Meister", erklärte Musiker David Bowie, der 1972 Reeds erfolgreichstes Soloalbum "Transformer" produziert hatte. Reed war mit Hits wie "Walk on the Wild Side" und "Perfect Day" weltberühmt geworden. Am Sonntag starb er mit 71 Jahren.

Punk-Ikone Patti Smith trauert um "einen meiner wichtigsten Freunde in meinem Leben". Musiker Iggy Pop, der mit Bowie und Reed befreundet war, schrieb auf Twitter von "niederschmetternden Neuigkeiten". Paul Stanley, Gründungsmitglied der Rockgruppe Kiss, würdigte Reed als "Musiker, Künstler und Vorreiter, der nach seinen eigenen Regeln gespielt hat".

Kim Gordon, deren Band Sonic Youth ähnlich eindeutig als typisch für New York angesehen wurde wie Jahrzehnte zuvor Velvet Underground, nannte die Nachricht von Lou Reeds Tod "einen riesigen Schock". "Danke für deine schönen, dunklen Texte, deine Musik und Einstellung zum Leben", twitterte der Mötley-Crüe-Bassist Nikki Sixx.

Lou Reed
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"Mein Freund Lou Reed ist am Ende seines Songs angelangt", twitterte Bestseller-Autor Salman Rushdie. Sie sei ihm "extrem dankbar" für alles, schrieb Schauspielerin Mia Farrow. Reeds Musik sei genau die seiner Generation und immer noch relevant, schrieb ihr Kollege Samuel L. Jackson. Und der Hip-Hop-Produzent Russell Simmons twitterte: "New York hat eines seiner größten Geschenke verloren."

Doch auch die jüngeren Generationen zeigten sich betroffen. Es sei ein "furchtbar trauriger Tag", schrieb die Sängerin Kelly Osbourne. Und Miley Cyrus twitterte "noooooooooo notttttttttt LOU REED".

Der vielfach preisgekrönte Reed starb am Sonntag auf der Halbinsel Long Island bei New York vermutlich an den Folgen einer Lebertransplantation.

feb/dpa/Reuters/AP

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insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
kiefernwald 28.10.2013
1.
Kann diese talentfreie Cyrus nicht endlich Medienverbot bekommen. Das ist ja schon an Penetranz nicht mehr zu überbieten. Ich bezweifel, daß diese kleine Püppi überhaupt jemals von Lou Reed vor seinem Tod gehört hat. Mit Abrissbirnen scheint sie sich besser aus zu kennen.
ambulans 28.10.2013
2. man sollte
all diese ganzen twitter-fuzzis, wie auch immer sie heißen mögen (die sich überall dranhängen wollen), schlicht und einfach nicht mehr ernst nehmen. was lou gemacht und welche bedeutung er hat(te), wissen diejenigen, die ihn und sein wirken schon ein bisschen länger kennen. er hat seinen weg nun vollendet - so he may rest in peace (in new orleans gäbs jetzt, zu diesem anlass, eine schwungvolle jazz-beerdigung - und garantiert jeder, der ahnung hat, würde sich glücklich schätzen, dabei zu sein). fare thee well, L.R.!
elpepino 28.10.2013
3.
Zitat von ambulansall diese ganzen twitter-fuzzis, wie auch immer sie heißen mögen (die sich überall dranhängen wollen), schlicht und einfach nicht mehr ernst nehmen. was lou gemacht und welche bedeutung er hat(te), wissen diejenigen, die ihn und sein wirken schon ein bisschen länger kennen. er hat seinen weg nun vollendet - so he may rest in peace (in new orleans gäbs jetzt, zu diesem anlass, eine schwungvolle jazz-beerdigung - und garantiert jeder, der ahnung hat, würde sich glücklich schätzen, dabei zu sein). fare thee well, L.R.!
Ich bin mir ganz sicher, dass Lou Reed genau diese Art der Kommentare gemocht hätte. Nicht! Die Arroganz der "alten, echten, truen" "Fans" (egal welcher Musikrichtung) ist manchmal schlicht unerträglich. Nur weil die "Twitter-Fuzzis" damals noch nicht geboren waren, um live dabei zu sein, wie sich Reed, Bowie, Pop und Warhol eine Nase nach der anderen reingezogen und sich dabei gegenseitig die Stange gehalten haben, heißt das sicherlich noch nicht zwingend, dass die "Twitter-Fuzzis" sich nicht weniger ernsthaft mit Lou Reed auseinandergesetzt haben, als diejenigen, die heute selbstgefällig das weiße T-Shirt mit der gelben Banane drauf über die Bierwampe zwängen. In einem Online-Magazin stand im Nachruf zu Lou Reed sinngemäß etwa "er war ein Schlag in die Fresse aller Ewiggestrigen." In diesem Sinne: R.I.P. Mr. Reed
ambulans 28.10.2013
4. >elpepino (nr. 3 oben),
werter sportsfreund, ich empfehle - an dieser stelle - einfach einmal (statt eines weiteren nachrufs) einen ganz besonderen song: "dirty boulevard" (am besten von der live-cd aus london). und - den quark mit der "bierwampe" lassens besser stecken, mein bester, auf irgendwelche möglichen foto-mitteilungen ihrerseits verzichte ich ebenfalls gerne, wie ich hiermit unmissverständlich mitgeteilt habe. schade, wenn beschimpfungen jegliche art von gesprächskultur zerstören wollen/sollen ...
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