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Reggae-Vermarktung Marley-Erben sagen Produktpiraten Kampf an

Marley-Produkte: Snowboards und Briefpapier
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AP

Mit Bob Marley lässt sich Geld machen: Die Familie der Reggae-Legende will jetzt strikter gegen Produkt-Piraten vorgehen - und eine eigene Marke entwickeln. Geplant sind unter anderem Briefpapier, Snowboards und Restaurants mit Rastalocken-Image.

Kingston - Die Erben von Bob Marley wollen ihr Recht zur Vermarktung seines Vermächtnisses künftig entschlossener durchsetzen. Darum beauftragte die Familie der 1981 an einem Hirntumor gestorbenen Reggae-Legende aus Jamaika die Private-Equity-Firma Hilco Consumer Capital mit der Wahrung ihrer Interessen.

Beobachter schätzen, dass der unlizenzierte Verkauf von Marley-Produkten derzeit jährlich etwa 600 Millionen Dollar (405 Millionen Euro) einbringt, während seinen Nachkommen aus dem legalen Geschäft laut Zahlen des Magazins "Forbes" nur vier Millionen Dollar zufließen.

Hilco-Chef Jamie Salter glaubt, dass der Handel mit Marley-Produkten in wenigen Jahren ein Milliardengeschäft sein könnte. Marleys vierter Sohn Rohan sagte, bislang habe die Familie die Rechte selbst verwaltet. "Vor Hilco hatten wir keine rechte Vorstellung von der internationalen Dimension, auch nicht von der richtigen Verwaltung." Salter erklärte, zwar werde auch gegen den illegalen Verkauf von Marley-Produkten wie T-Shirts und Badetüchern auf Straßenmärkten vorgegangen, doch werde man diesen wohl nicht völlig unterbinden können.

Geplant sei aber die Einführung einer Produktlinie mit dem Titel "House of Marley". Verstöße gegen deren Markenrechte würden strikt verfolgt. Unter dem Dach der Marke sollen das Bild, der Name und die Botschaft des Musikers mit den Rastalocken verbreitet werden - mit so unterschiedlichen Produkten wie Videospielen, Rucksäcken, Briefpapier, Musikinstrumenten, Snowboards und Restaurants. Die Markteinführung wird für Mitte 2010 erwartet.

cpa/AP

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