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Amtlich

Rise Against - "The Black Market" Pogo für alle, und zwar gratis!

Rise Against: Die Öko-Terroristen in uns Fotos
LeAnn Mueller

Liebe "Amtlich"-Freunde und -Hasser, uns ist ja nix zu doof, also gibt's jetzt hier auch Punk. Rise Against veröffentlichen Ende der Woche ihr neues Album. Und wir haben nicht nur eine Kritik dazu, sondern gleich das ganze Album: vorab, exklusiv, in voller Länge, im Stream. Viel Spaß damit.

Und abgesehen davon wie üblich der Hinweis: Wer zur "Amtlich"-Blog-Übersicht will, bitte hier entlang.

Bis denne.

tdo

Rise Against - "The Black Market"
(Interscope/Universal, erscheint am 11. Juli)

Abriss: Irgendwas machen Rise Against, ähnlich wie Bad Religion, richtig, denn im Gegensatz zu Kollegen wie The Offspring oder den furchtbaren Green Day hat die Chicago-Truppe nie die Grenze zum Schlager-Punk überschritten, das "Melodic" bleibt hier eher Kompliment als Vorwurf.

Klar, vergleicht man das neue Album (und auch seine beiden Vorgänger) mit "The Unraveling" (2001) oder "Revolutions Per Minute" (2003), ist ein Weniger an Härte, an Schmutz und an Dreck offensichtlich - aber die allgegenwärtige Melancholie, für die in großen Teilen Tim McIlrath mit seinem Signature-Gesang sorgt, funktioniert ganz gut als Wutersatz. Man mag die eher rockigen, in Sachen Tempo zurückhaltenden Ausflüge wie "Zero Visibility", "Sudden Life", "Methadone" oder die überraschend blutarme Ballade "People Live Here" für Skip-Kandidaten halten. Mit dem Rest - allen voran "The Great Die-Off", "I Don't Want to Be Here Anymore", "The Black Market" und "The Eco-Terrorist in Me" - präsentiert Rise Against einmal mehr starke Genrehäppchen. (Gesamtwertung: 7,5) Boris Kaiser

Anspruch: Die Welt retten? Die Lyrics von Rise Against mögen heutzutage ein Stück weit introspektiver sein, "Persönliches" spielt, wohl auch dem Alter geschuldet, eine größere Rolle. Aber man nimmt der Band nach wie vor ihren "Thinking man's music"-Job ab - und auch ihren irgendwie linken Hintergrund. "Das Lied handelt von unserer Generation und der Art, wie wir gegenwärtige Veränderungen sehen und unseren Protest kundtun", sagt McIlrath über "A Beautiful Indifference", und "The Eco-Terrorist in Me" hinterfragt den Missbrauch des "Terrorismus"-Begriffs in den USA. Fundiertere Ideologie- und Kulturkritik gibt's vielleicht in Berkeley, aber es gibt andererseits auch sinnlosere Freizeitbeschäftigungen für Herren mittleren Alters. (7)

Artwork: Wie die jungen Dinger heute immer rumlaufen. Das hätte es früher nicht gegeben! (6,5)

Aussehen: In 'ner Hardcore-Band spielen, 'n veganes Café in Neukölln eröffnen, 'ne millionenschwere Werbekampagne für irgendeine Hybrid-Karre entwickeln - ist doch heutzutage eh alles eine große LOHAS-Soße. (6)

Aussage: Siehe "Anspruch". Wohl schon wieder vergessen, was? (5,5) Boris Kaiser

Prelistening: Rise Against

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8 Leserkommentare Diskutieren Sie mit!
black_dave 09.07.2014
Graphite 09.07.2014
OneTwoThree 09.07.2014
Vallo 09.07.2014
daenerys 09.07.2014
No_More_Kids_Again 10.07.2014
jimpansen182 10.07.2014
rocknrolla_98 15.07.2014

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  • Thorsten Dörting
    "Amtlich" - Die besten Metal-Alben des Monats. Und mehr: Thorsten Dörting, Boris Kaiser, Jan Wigger und der eine oder andere Gastautor empfehlen hörenswerte Platten, sehenswerte Bands und beweisen auch mit allen anderen Blog-Einträgen, dass das 21. Jahrhundert den Nagelarmbandträgern, Kirchenverbrennern und Bierbauchtänzern gehört.
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