Nach zwei Jahren in Mendig "Rock am Ring" kehrt zurück an den Nürburgring

Das Musikfestival "Rock am Ring" kehrt an seinen ursprünglichen Veranstaltungsort zurück: den Nürburgring. Der Ausweichstandort sei "nicht mehr haltbar", sagt der Veranstalter.

"Rock am Ring" am Nürburgring im Jahre 2014
DPA

"Rock am Ring" am Nürburgring im Jahre 2014


Überraschende Wendung in der zuletzt turbulenten Geschichte um das größte deutsche Musikfestival: "Rock am Ring" kehrt an den Nürburgring zurück. Auf der Rennstrecke in der Eifel hatte die Konzertagentur von Marek Lieberberg von 1985 bis 2014 das Festival veranstaltet. Nach Querelen mit dem Betreiber des Rings war "Rock am Ring" aber auf den knapp 40 Kilometer entfernten Flugplatz Mendig ausgewichen.

Dort allerdings werde die Wirtschaftlichkeit auf Dauer infrage gestellt, teilten die Veranstalter Marek Lieberberg und Live Nation am Montag in einer Pressemitteilung mit. Sie begründeten dies mit "ständig erweiterten Auflagen der Naturschutzbehörden im Hinblick auf Umwelt-, Arten- und Gewässerschutz".

Deshalb sei man zum Nürburgring zurückgekehrt, der als Veranstaltungsstätte "mit klaren, überschaubaren Auflagen genehmigt ist", so die Veranstalter. Die Betreiber der Rennstrecke hätten sich nach Aussage der Organisatoren "glaubwürdig und zu beiderseits annehmbaren Bedingungen" um eine Rückkehr bemüht.

Der Standort Mendig hatte den "Rock am Ring"-Veranstaltern wenig Glück gebracht: Im Juni 2016 musste das Festival wegen schwerer Unwetter abgebrochen werden. Die Besucher bekamen Teile des Eintrittspreises zurück. Auch 2015 gab es Blitzeinschläge auf dem Gelände. Für 2017 sind nach Veranstalterangaben bisher rund 40.000 Drei-Tages-Tickets verkauft, die nunmehr für den Nürburgring Gültigkeit haben.

feb/dpa

insgesamt 7 Beiträge
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decathlone 05.12.2016
1. Eine gute Entscheidung...
... ich bin zwar mittlerweile lange aus dem Festival-Alter raus, aber die Entscheidung zum Ring zurückzukehren, tut dem Festival sicher gut, nach dem was in den letzten 2 Jahren los war. Auch wenn ich das Ganze nur noch von der Couch im Livestream verfolge. :)
pauschaltourist 05.12.2016
2.
Musikalisch bzw. bandtechnisch war das schon immer das uninteressanteste Festival überhaupt. Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass es den Massen eher weniger um die Action auf der Bühne denn um die Action im Zelt geht...
crazy_swayze 05.12.2016
3.
Zitat von pauschaltouristMusikalisch bzw. bandtechnisch war das schon immer das uninteressanteste Festival überhaupt. Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass es den Massen eher weniger um die Action auf der Bühne denn um die Action im Zelt geht...
Nicht immer, aber seit sicher 10 Jahren geht es mit dem Lineup stetig bergab. Das Aufweichen dessen, was als "Rock" definiert ist, hat dem Festival meiner Meinung nach den Reiz genommen.
babbelhacker 05.12.2016
4.
Ein Glück. Mendig war die reinste Katastrophe. Es kommt wieder zusammen, was zusammengehört. Jetzt gehen mir zwar alle Argumente aus, nicht zu fahren, aber damit muss ich jetzt wohl umgehen :D
Das Grauen 06.12.2016
5. Wieso werden die Verletzten nicht genannt?
33 Verletzte durch Blitzeinschläge 2015, 82 Verletzte 2016, davon 8 Schwerverletzte. Zwei Betroffene mußten sogar reanimiert werden. Wieso wird das hier nicht genannt? Und hatte das offenkundige Versagen der Verantwortlichen, auf die schon 2015 deutlich gewordene mangelnde Eignung des Geländes verantwortlich zu reagieren, eigentlich rechtliche Konsequenzen? Darüber erfährt man beim Spiegel nichts! Gibt es irgendeinen Grund, warum das Magazin Lieberberg und seine Firma schützen will, oder ist das einfach nur schlampiger Journalismus?
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