Rolling Stones Die 558-Millionen-Dollar-Tournee

Sie trug den Namen "A Bigger Bang" und war die erfolgreichste Tournee aller Zeiten. Fast zwei Jahre bespielten die Rocklegenden die großen Stadien von London bis Rio - und erwirtschafteten über eine halbe Milliarde Dollar.


Los Angeles - Am 26. August ertönte in der Londoner O2-Arena der vorläufige Schussakkord. Die nach dem Album "A Bigger Bang" benannte Welttournee führte die Stones durch Nord-, Mittel- und Südamerika, Asien, Ozeanien, Europa, im Herbst 2006 erneut Nordamerika und im Sommer 2007 noch einmal Europa.

Umgerechnet mehr als 394 Millionen Euro brachte die Tournee ein - und machte die britischen Altrocker zur erfolgreichsten Tournee-Band aller Zeiten. "Es war eine lange, aber vor allem fantastische Tour", sagte Tour-Produzent Michael Cohl, "ein unglaublicher Triumph."

Das größte Konzert der Tour war indes umsonst - zumindest für das Publikum. Es fand am 18. Februar 2006 in der brasilianischen Stadt Rio de Janeiro vor rund 1,2 Millionen Zuschauern statt. Die Stadt zahlte 750.000 Dollar für den Auftritt, hinzu kamen Sponsorengelder.

Mit diesem Kassenerfolg gelang es den Stones, die irische Rockband U2 von ihrem Spitzenplatz auf der Hitliste der erfolgreichsten Konzerttourneen zu vertreiben. Die Band um Bono Vox hatte von März 2005 bis März 2006 auf ihrer "Vertigo"-Tour über 389 Millionen Dollar verdient - und den früheren Stones-Rekord in den Schatten gestellt. Von 1994 bis 1995 hatten die Stones auf ihrer "Voodoo Lounge"-Tour rund 320 Millionen Dollar erspielt.

Insgesamt 4,68 Millionen Fans besuchten nach nach Angaben Cohls die 144 Konzerte der "Bigger Bang"-Tournee. In diesem Jahr gab die Band einige Zusatzkonzerte, nachdem mehrere Auftritte wegen einer Kopfverletzung von Keith Richards und einer Kehlkopfentzündung von Mick Jagger geplatzt waren.

ssu/dpa



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