Söhne Mannheims und Stadt Krisentreffen wegen rechtspopulistischen Lieds

"Intensiver Austausch": Im Streit um das umstrittene Lied "Marionetten" haben Mannheims Oberbürgermeister Kurz und die Band Söhne Mannheims um Sänger Xavier Naidoo mehr als drei Stunden lang gesprochen.

Xavier Naidoo von den "Söhnen Mannheims" (Archivbild)
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Xavier Naidoo von den "Söhnen Mannheims" (Archivbild)


Die Band Söhne Mannheims um Sänger Xavier Naidoo und Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz sind am Montagabend zu einem Krisentreffen zusammengekommen. Das Gespräch im Technischen Rathaus sei nach mehr als drei Stunden beendet worden, teilte ein Behördensprecher mit. Er sprach von einem "intensiven Austausch". Am Dienstag wollen Band und Stadt über das Ergebnis des Treffens informieren.

Seitens der Band hatte es vor dem Gespräch geheißen, man gehe von einem konstruktiven Treffen aus. Von Seiten der Stadt war zu vernehmen, die Kommune wolle trotz des Streits nicht vergessen, was die Musiker geleistet haben. Kurz hatte von der Popgruppe Aufklärung über "antistaatliche Aussagen" gefordert.

Naidoo nahm als eines von mehreren Bandmitgliedern am Gespräch teil. Er ist Mitautor des umstrittenen Lieds "Marionetten", in dem es über Politiker unter anderem heißt: "Teile eures Volks nennen euch schon Hoch- beziehungsweise Volksverräter." Der Song hat den Söhnen Mannheims weitreichende Missbilligung eingebracht. Kritiker geißeln das Lied als mindestens rechtspopulistisch. Die Gruppe hatte die schweren Anschuldigungen zurückgewiesen.

Die Musiker und die Stadtverwaltung arbeiten seit Jahren eng zusammen. Aktuell kooperieren beide Seiten etwa bei Kulturprojekten zur Erfindung des Fahrrads vor 200 Jahren in Mannheim. Weitere Initiativen sind die bundesweit bekannte Popakademie in Mannheim sowie die künftige Nutzung ehemaliger US-Militärareale in der Stadt.

max/dpa



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