Abgehört - neue Musik Die Wärme unter den Metallwolken

Süßer Sirup statt bittere Limonade: Das neue Album von Beyoncés Schwester Solange ist ein Triumph afroamerikanischer Weiblichkeit. Außerdem: Geschichtslektionen von Nicolas Jaar und ein Techno-Veteran.

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Solange - "A Seat At the Table"
(Columbia/Sony, seit 30. September)

Sie hat alles versucht. Sie hat versucht, sich zu beschäftigen, ist im Kreis gelaufen, bis ihr schwindelig war. Sie hat es mit Schlafen versucht, mit Sex und mit Lesen und mit einem neuen Kleid. Sogar mit Arbeit, aber das hat sie nur noch trauriger gemacht. Ja, das hört man. "A Seat At the Table", das dritte Album von Beyoncés jüngerer Schwester Solange Knowles, ist ein bittersüßer Klagegesang, der zugleich niederschmettert und Hoffnung spendet, der tief verwurzelte Verzweiflung ausdrückt und gleichzeitig Trost spendet. "A Seat At the Table" ist eines der besten und wichtigsten Alben dieses an Pop-Höhepunkten nicht gerade armen Jahres.

Die oben beschriebenen Routinen der Hilflosigkeit stammen aus dem sehnsüchtigen R&B-Groove "Cranes in the Sky". "Sometimes I don't wanna feel those metal clouds", singt Solange darin - und fasst in diesem bedrückenden Bild jene Bleiernheit zusammen, mit dem die Schwarzen in weiten Teilen der US-Gesellschaft gerade aktuell wieder konfrontiert werden: Ausgrenzung, Chancenungleichheit, das Gefühl, Fremde im eigenen Land zu sein, Rassismus und Gewalt.

"You've got a right to be mad", singt ein Chor einige Lieder weiter in "Mad", auf dem der Rapper Lil Wayne zu Gast ist. Du kannst schon wütend sein, aber es bringt nichts, "you've got to let it go", flötet sich Solange in ein himmlisches Falsett. Die von ihr und dem Produzenten Raphael Saadiq komponierte Musik dazu bleibt auch in schnelleren Stücken wie "Don't You Wait", "Borderline" und "Junie" stets ein besänftigender, aber nicht spannungsarmer Flow, der um einen mächtigen, magnetischen Ruhepol kreist, den Solange mit selbstgewisser Wärme und weiblicher Resilienz ausfüllt.

Die Beats, Samples und Sounds sind modern, aber das gesamte Album streckt sich zurück in die Siebziger, zu Soul- und Funk-Ikonen wie Minnie Riperton und Marlena Shaw. Solange vermählt diesen schon auf ihrem zweiten Album zelebrierten Retro-Stil nun mit leichtem, Spiritual- und Fusion-Jazz, vor allem aber mit den Slow Jams und dem R&B der Achtziger und Neunziger, mit Anita Baker, Janet Jackson und Aaliyah.

In diesem Kaleidoskop afroamerikanischer Torch-Song- und Bedroom-Soul-Stilistik entwirft sie ein eindrückliches Befindlichkeitspanorama ihrer mehr denn je unterdrückten Ethnie. "Where Do We Go", fragt sie zaghaft über einem Rhythmus, dem immer wieder ein stoppender Knüppel zwischen die Takte geworfen wird. An anderer Stelle gibt eher Trotz und Stolz den Ton an: "Don't Touch My Hair" behauptet das Recht schwarzer Frauen, sich nicht dem weißen Mainstream anzuverwandeln, "For Us By Us" beschwört den Zusammenhalt basierend auf einer reichhaltigen kulturellen Tradition der Blackness in Amerika. Das gipfelt in "Scales", einem Duett mit der Sängerin Kelela, das die nötige Seelenheilung in sexueller Intimität und Ekstase verortet. Bemerkenswert: Männer spielen dabei erst einmal keine große Rolle.

Immer wieder verflechtet Solange ihre privaten Einsichten mit Erinnerungen an ihre Kindheit in Louisiana sowie Spoken-Word-Passagen, in denen ihre Eltern Mathew und Tina, aber auch der Hip-Hop-Labelchef Master P aus ihrem Lebensblues erzählen - nüchtern und ernst, aber auch ungebrochen optimistisch im Bewusstsein, letztlich doch das schwer geprüfte, weil auserwählte Volk zu sein, "the chosen ones", wie es im Epilog des Albums heißt.

So wird "A Seat At the Table" zum bescheideneren, unauffälligeren, aber nicht minder wirkmächtigen Gegenstück zu Beyoncés "Lemonade", das die soziale Kraft und Sinnlichkeit schwarzer Frauen feiert, ohne sich dabei an einer konkreten persönlichen Kränkung abarbeiten zu müssen. Solanges Wut ist subtiler und simmernder, das macht ihr Album fast noch packender. Auch hier, wie bei vergleichbaren aktuellen Alben von Jamila Woods und Blood Orange, spiegelt sich das Politische im Privaten - und demonstriert dabei so viel Mut, Stärke und positive Energie, dass selbst düsterste Metallwolken schmelzen müssten. Eigentlich. Hoffentlich. (9.5) Andreas Borcholte

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Andreas Borcholtes Playlist KW 40
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    1. Solange: Cranes In The Sky

    2. Minnie Riperton: Minnie's Lament

    3. Bon Iver: 8 (circle)

    4. Banks: Gemini Feed

    5. The Weeknd feat. Daft Punk: Starboy

    6. Sevdaliza: Backseat Love

    7. Danny Brown: Rolling Stone

    8. Kate Tempest: Don't Fall In

    9. Warpaint: Whiteout

    10. Marie Davidson: Naive To The Bone

Nicolas Jaar - "Sirens"
(Other People/Rough Trade, seit 30. September)

57 Sekunden vergehen, bevor von dem ersten Stück auf Nicolas Jaars neuem Album mehr als analoges Rascheln und Rauschen zu vernehmen ist. Ein akustischer Witz, könnte man meinen. Schließlich ist der Track elf Minuten lang und heißt "Killing Time", also Zeit totschlagen. Im Verlauf von "Sirens" wird aber klar, dass der Track vielmehr ein groß angelegter, überaus ernster Themenaufriss ist. Auf dem gesamten Album geht es buchstäblich um das Ringen mit der Zeit, das Hadern mit der Geschichte.

Nicolas Jaar wurde 1990 als Sohn eines palästinensisch-chilenischen Vaters und einer französisch-chilenischen Mutter in New York geboren, seine Eltern waren dorthin vor der Pinochet-Diktatur geflohen. Als Jaar drei Jahre alt war, trennten sie sich, und er zog mit seiner Mutter zurück nach Chile. Dort blieb er sechs Jahre, bis sich die Eltern versöhnten und die Familie wieder in New York vereint wurde. In der Folge nahm Jaar ein Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Brown University auf, gleichzeitig begann er, als DJ zu arbeiten und eigene Tracks zu veröffentlichen. 2011 erschien sein von der Kritik gefeiertes Debütalbum "Space is Only Noise", das er mit einer Live-Band auf einer fast dreijährigen Tour präsentierte, aus der heraus sich später das Bandprojekt Darkside mit Dave Harrington entwickelte.

Im globalisierten DJ/Produzenten-Zirkel scheint Jaar dennoch nicht vollends angekommen zu sein. "Sirens" widersetzt sich der Gepflogenheit dieser Kreise, ein Album als rein vermarktungstechnischen Bezugspunkt zu verstehen, das ab Erscheinen schon wieder den nächsten news cycle aus kommenden Collabs, Features, Remixes und Releases verweist. "Sirens" dagegen ist ein in sich geschlossenes Werk, das das traditionelle Albumkonzept so stark macht wie schon lange keine elektronische Produktion mehr - und das Jaar als Odysseus des Genres positioniert.

Die titelgebenden Sirenen, die ihn locken, sind die Stimmen der chilenischen Geschichte. Sie erzählen von Tod und Verlust, Aufbruch und Enttäuschung. Weit weniger fest gebunden an seine Wahlheimat New York als gedacht, macht sich Jaar frei und folgt den Rufen der Sirenen in das Chile der Achtzigerjahre. "Ya dijimos no, pero si está en todo", heißt es in "No", dem zentralen Track des Albums. Der Satz ist Jaar so wichtig, dass er ihn als Zitat auf das Cover hebt: Wir haben schon Nein gesagt, aber Ja steckt in allem. Es ist ein Verweis auf die Volksabstimmung von 1988, in der mit einem einfachen Ja oder Nein darüber abgestimmt wurde, ob Präsident Pinochet weitere acht Jahre im Amt bleiben durfte.

Der chilenische Regisseur Pablo Larraín hat 2012 aus der Geschichte der letztlich erfolgreichen "No"-Kampagne einen wunderbaren Film gemacht, der so stark mit der Videoästhetik der Achtziger spielte, dass in ihr die eigentliche Botschaft des Films steckte: Aus dieser Geschichte lässt sich nichts Erbauliches für die Gegenwart ziehen, sie war eine historische Episode, auf die viel weniger Aufbruch folgte als erhofft.

Jaar nimmt diese Idee auf und überführt sie in seine Musik. Nach der knappen Minute sanften Rauschens ist auf "Killing Time" plötzlich ein Zerbersten zu hören. Feines Glas zersplittert, eine Piano-Kaskade ergießt sich, ein Synthie rauscht atmosphärisch ab. Sechs Mal variiert Jaar dieses Klangmoment, sechs Mal ist der Effekt derselbe: Auf Zerstörung folgt nur Zerstörung, einen klanglichen Wiederaufbau gibt es nicht.

Leichtgängig ist das nicht. In seiner Parallelisierung von historischen und musikalischen Brüchen setzt Jaar auf Pathos und Expressivität, was die Tracks - wie schon bei seinem Nebenprojekt Darkside - mitunter überlädt. Auf "The Governor" singt Jaar erst im halligen Wave-Gestus, ein wummernder Klub-Bass setzt ein, Percussion fängt an, den Track vor sich her zu treiben, dann übernimmt eine Free-Jazz-Oboe die Überhand, bis sich alles in einem Drum'n'Bass-Gewitter entlädt. Dass sich daran ein Spoken-Word-Einschub anschließt, in dem ein Kind auf Spanisch mit seinem Vater spricht, und daraufhin der Bossanova-hafte Beat von "No" einsetzt, lässt einen schon sehr schwer an "Sirens" schlucken.

Doch in diesem eklektischen Strudel ist auch Platz für Humor. Sowohl ironisch als auch selbstironisch schließt Jaar das Album mit einem Track namens "History Lesson" ab, der gleichzeitig der euphorischste der nur sechs Titel ist. Kapitel eins: Wir haben's verbockt, Kapitel zwei: Wir werden es immer und immer und immer wieder tun, singt Jaar im Falsett zu einem süßlich-trägen Doo-Wop-Groove - eine gesungene Kapitulationserklärung im Krieg mit der Geschicht. Aber vor der Kapitulation steht der Kampf, und den hat Jaar gewagt. (7.5) Hannah Pilarczyk

Best-of "Abgehört"

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Planetary Assault Systems - "Arc Angel"
(Ostgut Ton/Rough Trade, seit 30. September)

"Ist diese Musik alt oder neu?", fragte neulich eine Kollegin, als ich "Arc Angel" abends im Büro laufen ließ, das neue Album des britischen Techno-Produzenten Luke Slater, 48. Er hat es unter seinem bekanntesten Pseudonym Planetary Assault Systems veröffentlicht. Eine gute Frage. Seit fast 20 Jahren gibt es das Projekt nun schon, seine ersten Platten hat Slater sogar schon in den späten Achtzigern veröffentlicht. Damals schien die Musik von Planetary Assault Systems in ihrer eigenen Zeit zu spielen und kein Alter zu kennen. Sie umriss eine ewige Zukunft, die von düsteren Science-Fiction-Filmen inspiriert war, von den harten Techno- und Elektro-Entwürfen, die damals aus Detroit kamen und ganz eigene dystopische Fantasien entwickelten, und von der britischen Ravekultur jener Jahre, den verdrogten Partys in abgerockten Warehouses. Wer nennt sein Projekt schon nach dem imaginären intergalaktischen Waffensystems? Jemand der jung ist, der zu viele Videos geschaut hat - und jemand, der einen ordentlichen Rumms machen will.

Den großen Rumms kann Luke Slater immer noch. Aber sonst?

20 Stücke umfasst "Arc Angel", und der Hauptsound, das tragende Geräusch des Albums, ist ein eigenartiges Piepen: tut, tut, tut. Es klingt, als würde vor dem Schließen der Tore eines riesigen Hangars gewarnt. Man hat buchstäblich das orange-gelbe Blinklicht vor seinem inneren Auge. Es ruft aber auch Assoziationen an das Innenleben eines U-Boots herauf, denn es erinnert auch an ein Echolot, das die Umgebung nach Feinden absucht - und einfach immer weiter piept. Es gibt nämlich keine Feinde, das U-Boot und seine Besatzung sind allein. Manchmal, wenn man dem Nachhall des Piepens und dem dräuenden Rauschen nachlauscht, in das es eingebettet ist, klingt diese Musik aber auch wie an Bord eines großen Raumschiffs aufgenommen, das längst niemanden mehr an Bord hat, sondern verlassen seinen Weg durchs All nimmt - groß, leer und majestätisch. Wie ein Symbol für die Vergeblichkeit menschlichen Tuns, das umso stärker ist, weil niemand mehr da ist, der es sehen oder hören kann.

Techno ist näher am Geräusch als die meiste andere Musik. Dass Techno-Tracks von großen Sounds leben, ist nichts Neues. Auch nicht, mit welcher Intensität im Techno aus den Geräuschen Klänge werden. Die Meisterschaft allerdings, mit der Luke Slater aus einer Klangpalette, die einst vor allem nach nächtlichem Überschwang klang, nun ein großes, existenzielles Drama macht, ist ungewöhnlich.

Seine Musik ist noch immer verankert in der alten, wilden und martialischen Ästhetik der frühen Jahre, wirkt dabei aber wie sandgestrahlt, frei von jedem überflüssigen Element. "Arc Angels" ist eine reine, große, überwältigende Techno-Platte. Hier wird niemand mehr durch die schiere Kraft der Bassdrum an die Wand gedrückt. Slater hat vielmehr ein Gefühl für Ruhe entwickelt, für atmosphärische Schönheit. Vor 20 Jahren mag noch nichts an dieser Musik angedeutet haben, dass sie einmal in diesem Maße verfeinert werden könnte. Dass aus ihrer verdichteten Intensität so viele Gefühlsschattierungen heraustreten könnten. Möglichweise muss man dafür älter werden. (8.7) Tobias Rapp

Wertung: Von "0" (absolutes Desaster) bis "10" (absoluter Klassiker)

Abgehört im Radio
Mittwochs um 23 Uhr gibt es beim Hamburger Web-Radio ByteFM ein Abgehört-Mixtape mit vielen Songs aus den besprochenen Platten und Highlights aus der persönlichen Playlist von Andreas Borcholte.
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Abgehört: Die wichtigste Musik der Woche


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Deep_Thought_42 05.10.2016
1. Solange Knowles
Ich erinnere mich noch, Solange Knowles wurde vor mehreren Jahren vom Spiegel der Durchbruch für das folgende Jahr prophezeit. Jedoch den einzigen Hit, welchen sie danach landete war ein Schlag ins Gesicht des Ehemannes ihrer bekannteren Schwester Beyonce, dokumentiert durch eine Fahrstuhlkamera. Mal sehen, ob es diesmal mit der Karriere klappt.
sekundo 06.10.2016
2.
ist also "eines der besten und wichtigsten Alben..." Da haben wir sie also wieder, die Messlatten, Stoppuhren, Wünschelruten, Sextanten, Wasserwaagen, Eieruhren und Zollstöcke zur Klassifizierung eines Pop-Albums. Jeder Mucken-Kommissar der SPON-SOKO "Lied" hat Zugang zu diesen unerlässlichen Ermittlungs-Utensilien. Ebenso wie zu der grossen Truhe, die Worte enthält, aus denen die Kommissare nichtssagenden, zusammenhanglosen Wortkitsch bilden dürfen. Nippes, der den Leser stets in Erstaunen, Ratlosigkeit und garantiert uninformiert zurücklässt! Mucken-Hauptinspektor Andreas Borcholte ist ein Meister im Werfen von Nebelkerzen, Herr der falschen Fährte, Virtuose der Verdunkelung und Verbal-Voltigierer allerschlechtester Güte, der mindestens einmal wöchentlich vom Pony stürzt!
sekundo 06.10.2016
3. ...oder etwas anders ausgedrückt:
Zitat von sekundoist also "eines der besten und wichtigsten Alben..." Da haben wir sie also wieder, die Messlatten, Stoppuhren, Wünschelruten, Sextanten, Wasserwaagen, Eieruhren und Zollstöcke zur Klassifizierung eines Pop-Albums. Jeder Mucken-Kommissar der SPON-SOKO "Lied" hat Zugang zu diesen unerlässlichen Ermittlungs-Utensilien. Ebenso wie zu der grossen Truhe, die Worte enthält, aus denen die Kommissare nichtssagenden, zusammenhanglosen Wortkitsch bilden dürfen. Nippes, der den Leser stets in Erstaunen, Ratlosigkeit und garantiert uninformiert zurücklässt! Mucken-Hauptinspektor Andreas Borcholte ist ein Meister im Werfen von Nebelkerzen, Herr der falschen Fährte, Virtuose der Verdunkelung und Verbal-Voltigierer allerschlechtester Güte, der mindestens einmal wöchentlich vom Pony stürzt!
Es ist erschreckend und verblüffend zugleich wie Andreas Borcholte immer wieder um den heissen Brei herumplappert!!
popeypope 13.10.2016
4. 8.7 für Planetary Assault Systems?
Den Hör-Snippets hier und auf Youtube folgernd handelt es sich um eine eher harmlose Techno-Blubbersuppe, die sich zwar so ganz gut weghören läßt, aber keinen weiteren Eindruck hinterläßt. So was gibt's auf Bandcamp im Dutzend für lau. Um dem gibt man meinetwegen ne 4.0, mehr aber auch nicht.
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