Kultmagazin "Spex" Neuer Versuch im Internet

Als gedrucktes Magazin endet die Geschichte der "Spex" nach bald 40 Jahren. Nun hat die Redaktion angekündigt, mit neuem Konzept und Abo-Modell online weiterzumachen.

Cover der aktuellen "Spex"-Ausgabe Nummer 383
Spex

Cover der aktuellen "Spex"-Ausgabe Nummer 383


Mit einem Verweis auf die Hamburger Punk-Band Angeschissen wendet sich die Redaktion des Popkultur-Magazins "Spex" im aktuellen Editorial an ihre Leserinnen und Leser - so fühle man sich angesichts des Aus für die Printausgabe. Am 27. Dezember wird, wie Mitte Oktober bekannt wurde, mit der 384. Ausgabe das letzte "Spex"-Heft erscheinen.

Doch dann hellt sich in dem Schreiben der Redaktion die Stimmung auf: "Wir hätten uns bequem darüber beschweren können, dass das vermaledeite Internet uns die schönen Jobs wegfrisst, mit seiner Gleichzeitigkeit jegliche Pop-Kritik obsolet macht und überhaupt alles beschissen ist", so der bisherige Redakteur (und SPIEGEL-ONLINE-Autor) Dennis Pohl. Doch man habe sich für einen anderen Weg entschieden: Ab 1. Februar wird die "Spex" mit neuem Konzept und einem Abo-Modell online den Neustart wagen. Pohl wird dann als Chefredakteur fungieren.

"Wir arbeiten bereits mit allen verfügbaren Köpfen an einer neuen Gestaltung, an frischen Audioinhalten, an mehr Raum für Tiefe und jeder Menge anderen Formaten, die die besten Seiten des Printmagazins ins Internet übertragen und erweitern werden", schreibt Pohl noch etwas vage. Alles weitere sei demnächst dem Instagram-Profil der "Spex" zu entnehmen.

Konkrete Angaben gibt es dagegen schon zur Finanzierung: Ein Abo-Modell, das für rund zwei Euro im Monat Zugriff auf das komplette Heftarchiv sowie alle neuen Inhalte ermögliche, soll eingerichtet werden. "Wir freuen uns auf die Zukunft mit Ihnen!" heißt es am Ende des Schreibens.

hpi



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