Musik-Streaming Drei Rapper führen deutsche Spotify-Liste an

In Deutschland belegen gleich drei deutsch rappende Künstler die ersten Plätze der meistgestreamten Musiker bei Spotify. Weltweit setzt sich ebenfalls ein Rapper durch - wieder einmal.

RAF Camora
imago/ STAR-MEDIA

RAF Camora


Er stammt aus Wien, lebt in Berlin und rappt auf Deutsch, lässt Dancehall-Elemente einfließen und arbeitet immer wieder erfolgreich mit dem 187-Straßenbande-Mitglied Bonez MC zusammen. RAF Camora ist der erfolgreichste Künstler des Landes. Jedenfalls, wenn man nach den Zahlen von Spotify im Jahre 2018 geht, die der Streamingdienst nun bekannt gab.

Auf den 34 Jahre alten Musiker und Produzenten folgen die beiden deutschen Rapper Capital Bra, der mit "Berlin lebt" auch das national erfolgreichste Album hatte, und Bonez MC, eben jenes Bandmitglied von 187 Straßenbande.

Das meistgestreamte Lied hierzulande ist in diesem Jahr allerdings "In my Mind" von Dynoro & Gigi D'Agostino - eine Dance-Track-Nummer.

Weltweit steht ebenfalls der Rap hoch im Kurs. Bereits zum dritten Mal setzte sich Drake als meistgrestreamter Musiker des Jahres bei Spotify an die Spitze und nicht nur das. Auch der am häufigsten gestreamte Song des Jahres stammt mit "God's Plan" von dem Kanadier. Er wurde 1,1 Milliarden Mal abgerufen.

Bei den Alben lag der 32-Jährige mit seinem Werk "Scorpion" ebenfalls vorn (lesen Sie hier die SPIEGEL ONLINE-Kritik). Drake war bereits 2015 und 2016 der populärste Künstler bei dem Musikstreamingdienst.

Auf der Liste der weltweit meistgestreamten Künstler schafften es die US-Musiker Post Malone auf Platz zwei, der in diesem Sommer erschossene XXXTentacion auf Platz drei. Im vergangenen Jahr landete Ed Sheeran weltweit auf Platz eins.

Spotify ist gemessen an Nutzerzahlen die klare Nummer eins beim Musikstreaming. Die Anzahl der zahlender Abo-Kunden lag im dritten Quartal diesen Jahres bei 87 Millionen. Auf die kostenlose Version griffen 109 Millionen Nutzer zu. Apple Music kommt auf Platz zwei nach Zahlen aus dem Sommer auf gut 50 Millionen Abo-Kunden - der iPhone-Konzern verzichtet auf eine Gratis-Variante.

brs/dpa



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