Britische Rockband Status Quo Gitarrist Rick Parfitt ist tot

"Whatever You Want" und "Down Down" haben die britische Rockband Status Quo weltbekannt gemacht. Jetzt ist Gitarrist Rick Parfitt im Alter von 68 Jahren gestorben.

Rick Parfitt 2009 auf dem Glastonbury Festival
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Rick Parfitt 2009 auf dem Glastonbury Festival


Der Status-Quo-Musiker Rick Parfitt ist tot. Der Gitarrist und Co-Sänger der britischen Band starb im Alter von 68 Jahren, teilte der Manager der Band am Samstag auf der Facebook-Seite von Status Quo mit.

Parfitt ist laut der Mitteilung am Samstagmittag an den Folgen einer schweren Infektion gestorben. Er sei bereits am Donnerstag in ein Krankenhaus im spanischen Marbella eingeliefert worden, da es bei einer früheren Schulterverletzungen zu Komplikationen gekommen sei.

Die tragische Nachricht komme zu einer Zeit, da Parfitt sich auf den Beginn einer Solokarriere gefreut habe, hieß es weiter. So habe er 2017 ein Album und eine Autobiografie herausbringen wollen.

Geboren am 12. Oktober 1948, wuchs Parfitt in einer Kleinstadt südlich von London auf und lernte mit elf Jahren Gitarre spielen, inspiriert vom "King of Skiffle" Lonnie Donegan.

"Der wilde alte Mann des Rock'n'Roll"

1967 stieg Parfitt bei Status Quo ein. Nach den ersten psychedelischen Ausflügen wie "Pictures Of Matchstick Men" schaffte die Band den Durchbruch Anfang der Siebzigerjahre mit einer Reihe von eher ungeschliffenen, rockigen Hits wie "Paper Plane" oder "Caroline".

Danach wichen Status Quo nur selten von ihrem Erfolgsrezept ab - eingängige Melodien, drei Akkorde - und verkauften damit über 120 Millionen Platten. 1985 spielten sie "Rockin' All Over The World" zum Auftakt von Bob Geldofs "Live Aid" vor 100.000 Menschen im Londoner Wembley-Stadion.

Parfitt wird auf der Band-Website als "The Womorr", kurz für "The Wild Old Man Of Rock and Roll", der wilde alte Mann des Rock'n'Roll, bezeichnet. Er habe mit '"Whatever You Want", "Backwater" "Living on an Island"' und "Rain" einige der bekanntesten Songs der Band geschrieben.

Späte Folgen eines exzessiven Lebensstils

Der exzessive Lebensstil Parfitts zeigte spät Folgen: 1997 überstand er den ersten Herzinfarkt, gefolgt von Kehlkopfkrebs und zwei weiteren Herzinfarkten. Den vierten hatte er im Juni 2016 nach einem Konzert in der Türkei - für Minuten sei Parfitt "praktisch tot" gewesen, sagte der Bandmanager.

Im Oktober 2016 gab Parfitt daher bekannt, dass er mit Status Quo nicht mehr auftreten werde. Mit seiner dritten Ehefrau Lyndsay Whitburn und ihren gemeinsamen Zwillingen lebte er zuletzt im spanischen Málaga. Er hinterlässt vier Kinder.

sun/dpa/AFP

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