Hamburger Rapper Razzia bei der 187 Strassenbande

Kleine Scharmützel beleben das Geschäft: Die 187 Strassenbande ist mal wieder in den Fokus der Polizei geraten - ein Video des Vorfalls landete kurz darauf auf der Facebook-Seite der Band.

Rapper Maxwell von der 187 Strassenbande
imago/ Manngold

Rapper Maxwell von der 187 Strassenbande


Es ist schon wieder passiert: Die Hamburger Gangsta-Rapper der Formation 187 Strassenbande gerieten bei einer Razzia mit der Polizei aneinander - und nutzten einen Videoschnipsel des Vorfalls, um damit Werbung zu machen.

Am Mittwochmorgen war die Hamburger Polizei ausgerückt und durchsuchte 15 Objekte in St. Pauli und Bramfeld. Ein Sprecher sagte, es gehe um Verstöße gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz. Konkret bestand der Verdacht, dass ein Bandmitglied Handel mit Marihuana betrieb.

Im Video: Backstage Gangsta-Rap

SPIEGEL TV

Die "Hamburger Morgenpost" postete auf YouTube ein kurzes Video von der Razzia in der Wohnung des Rappers Maxwell, bei der dieser kurzzeitig festgenommen wurde. Wenig später verbreitete die Band das Filmchen auf ihrer Facebook-Seite weiter. Ihr Kommentar: "Wow!!"

Waffen, Autos, Knast

Diese Form von Marketing hat der Straßenbande in der Vergangenheit immer wieder Aufmerksamkeit beschert, zuletzt im Oktober vergangenen Jahres, als mit Gzuz einer der Köpfe der Band festgenommen wurde.

Die Mitglieder der Band geben sich in ihren Texten gern als harte Jungs, prahlen mit Waffen, Autos und Knastaufenthalten. Ihr Album "Sampler 4" stand im vergangenen Sommer an Platz eins der deutschen Albumcharts.

Bei der Razzia wurden geringe Mengen an Marihuana, eine Schreckschusswaffe sowie Messer und Elektroschocker gefunden. Wie die "Morgenpost" meldet, kam Maxwell kurz darauf wieder auf freien Fuß.

kae/dpa

Mehr zum Thema


insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
jerkrussel 11.04.2018
1. Komischerweise lässt die Mopo...
.... zu jedem noch so sensiblen Thema die Kommentarfunktion zu. Aber über 187 darf niemand etwas Negatives schreiben. Die Kommentarfunktion ist stets geschlossen. Das ist doch alles eine Soße. Und dann noch die Nähe der Mopo zum Rotlicht. Die Mopo berichtet zweiseitig, wenn ein Billig-Puff in Hamburg umzieht, aber wirklich wichtige Themen sind maximal eine Randnotiz.
dasfred 11.04.2018
2. Die wollen doch nur spielen
Bei den Mengen, die in Hamburg jeden Tag verkifft werden, muss ja jemand den Handel übernehmen und für so knallharte Gangsterrapper ist eine Schreckschusswaffe oder ein Elektroschocker schon fast niedlich. Solange sie Zuhause damit spielen, kann ich ja noch halbwegs sicher vor die Tür gehen. Das Hauptproblem ist wohl, dass der erwachsene Hamburger sich eher auf die Zunge beißt, als einen Promi anzusprechen und da müssen die Jungs schon was auffahren, um wenigstens im kleinen Kreis Beachtung zu finden.
karlaschnikow 11.04.2018
3. Volksverdummung
Volksverdummung ist ja (leider) nicht strafbar. Ansonsten hätten die Herren 187 schon lebenslänglich mit anschließender Sicherungsverwahrung (ebenso allerdings der Hamburger Senat:)). Da die Herren 187 einen (von mir laienhaft geschätzten) Entwicklungssstand von max. 8jährigen haben, halte ich aus erzieherischen Gründen konkrete Konsequenzen für unangebrachtes Verhalten für zielführend. Ich habe aber das Gefühl, dass die Polizei hier etwas über das Ziel hinaus geschossen ist. Wird gegen die OK auch in dieser Weise vorgegangen bzw. wen lässt die Justiz dann wieder laufen? (gerade am WE "Messerstecher vom Schlump")! Wenn man die Herren 187 wirklich drankriegen will, sollte man es ggf. mal mit "Steuerhinterziehung" versuchen! Karl A. Schnikow
vonschnitzler 11.04.2018
4. Ich hoffe es gibt ein paar Freikarten...
... für die gratis PR. Die Jungs mussten wohl mal dringend ihr 'Gangsta'-Image aufpolieren...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.