Sziget-Festival im Livestream Pop auf der Donauinsel

Mit ungarischen Sounds in den Montag: Aus Budapest übertragen wir eine Auswahl der Konzerte vom ersten Tag des Sziget-Festivals. Und das ist erst der Anfang einer Woche voller Highlights der Live-Musik.

Balazs Mohai/ Sziget Festival

Den Livestream finden Sie am Ende der Seite.

Wer an Festivals denkt, hat schnell Betonflächen, stillgelegte Flughäfen oder abgelegene Äcker vor Augen - und eher keine Insel, die dazu noch mitten in einer Metropole liegt. Auf der Donauinsel Óbuda in Ungarns Hauptstadt Budapest findet das Sziget-Festival statt, ein Mix aus Romantik im Grünen, experimentellen Kunst-Performances und lauten Beats.

Nicht umsonst heißt dieser Ort "Insel der Freiheit": Kulturelle Grenzen sind auf dem Sziget dazu da, überschritten zu werden. Hier treffen internationale Stars auf lokale Bands; hier kann man im Schatten eines Riesenrads Volleyball spielen, um anschließend an einem Arien-Workshop der Budapester Staatsoper teilzunehmen; hier mischen sich Theater, Kunst, DJ-Sets und Konzerte zu einem Urlaubserlebnis, Festival Awards: Gewinner 2014. 400.000 Besucher kommen jährlich, damit ist das Sziget eines der größten Festivals in Europa.

Dabei hat alles viel kleiner begonnen. Vor über 20 Jahren fand das Sziget-Festival zum ersten Mal statt, als eine Fortsetzung sozialistischer Sommer-Camps für Jugendliche. In den Folgejahren entwickelte sich das Sziget vom Geheimtipp zum Must-See. Hier spielten schon renommierte Künstler wie Funk-Papst Prince, der australische Tausendsassa Nick Cave, die Britpop-Sympathen Blur, die Elektro-Rabauken The Prodigy oder die Metal-Helden von Iron Maiden.

Auch die 23. Auflage des Festivals vom 10. bis 17. August 2015 geizt nicht mit großen Namen: Aus New York City bringen Interpol die Kühle des Post-Punks nach Budapest, die Synthpop-Band Future Islands lässt ihren Sänger Samuel T. Herring tanzen wie einen Tom Jones auf Speed, wo dann nur noch der schwedische Singer/Songwriter José González mit seinen beruhigenden Akustikklängen helfen kann. Aber auch deutsche Stars wie Cro, Kraftklub oder die international erfolgreichen Milky Chance aus Kassel spielen in diesem Jahr beim Festival.

Genug der Vorrede, werfen wir einen Blick auf das Programm vom Montag: Das steht ganz im Zeichen der ungarischen Musik. Den Anfang machen The Biebers, die nichts mit ihrem Namensvetter Justin zu tun haben, sondern mit Synthesizern und Akustikgitarren eher an Kollegen wie Empire of the Sun erinnern. Ganz anders Ocho Macho: Die Band aus dem Westen Ungarns spielt Punk, der sich mit Latin mischt. Ein Heimspiel am Abend kommt von Irie Maffia, einer Band, die elf Mitglieder zählt und Reggae, Dancehall, HipHop und Rock verknüpft.

Das komplette Festival-Programm finden Sie hier. Kurzfristige Änderungen sind möglich.

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