Telefon-Attacke Rapperin Foxy Brown droht Gefängnis

Ein großer Wurf ist Foxy Brown seit Jahren nicht mehr gelungen. Dafür schmeißt sie mit Gegenständen nach ihren Zeitgenossen. Jetzt droht der Rapperin mal wieder Gefängnis.


Der gewalttätige Star gehört zur Rap-Folklore wie dicke Ketten und große Autos. Wer jedoch glaubt, nur die männlichen Künstler würden als Rabauken in Erscheinung treten, irrt: Von Lil Kim über Remy Ma bis zu Foxy Brown haben weibliche HipHop-Größen ein Händchen für folgenreiche Eskapaden bewiesen.

Rapperin Foxy Brown: Mit Schmiss in die Medien
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Rapperin Foxy Brown: Mit Schmiss in die Medien

Was sich hinter den Ausfällen beispielsweise einer Foxy Brown verbirgt, muss im Bereich des Spekulativen bleiben; wahlweise können sich hier Psychologie oder Kulturkritik einen Reim auf die Skandälchen machen, die das einstige Fräuleinwunder des Hardcore-Rap wiederholt in die Schlagzeilen befördern.

Jetzt droht der New Yorkerin die Aufhebung einer Bewährung; sie soll einer Nachbarin im Streit um zu laute Musik ein Mobiltelefon an den Kopf geworfen haben. Ob Brown die Lautstärke aufdrehte, weil sie schlecht hört? 2005 litt sie schließlich unter komplettem Gehörverlust, was sie zum Aussetzen der Arbeit an einem neuen Album zwang.

Die Öffentlichkeit hörte von Brown, mit bürgerlichem Namen Inga Marchand, so einiges, allerdings nichts von musikalischer Bedeutung: Sie prügelte sich mit der Rapperin Remy Ma, bewarf eine Friseursalon-Angestellte mit Haarlack und verschwand Anfang Juli kurzerhand spurlos für eine Woche.

Auch diesmal scheint die Musikerin glimpflich davon zu kommen: Sie wurde auf Kaution freigelassen. Aus der Spirale von öffentlicher Erregung und Boulevard-Verwertung muss sie allerdings noch ausbrechen.

dan/AP



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