US-Popband Monkees-Bassist Peter Tork gestorben

Der Bassist der Band The Monkees ist im Alter von 77 Jahren an Zungenkrebs gestorben. Seine Angehörigen bitten Fans um Spenden.

Bassist Peter Tork (links) mit seiner Band The Monkees 1967
AP

Bassist Peter Tork (links) mit seiner Band The Monkees 1967


Er spielte Hits wie "Daydream Believer": Der Bassist der US-Band The Monkees, Peter Tork, ist tot. Er wurde 77 Jahre alt. Seine Freunde, Familie und Kollegen vermeldeten Torks Tod auf seiner Facebook-Seite, ohne weitere Details zu nennen. Tork sei ein "Freund, Mentor, Lehrer und unglaubliche Seele" gewesen, hieß es.

Die Monkees - bestehend aus dem 2012 gestorbenen Leadsänger Davy Jones, Micky Dolenz, Michael Nesmith und Tork - wurden 1965 eigentlich als Boyband für eine Fernsehshow gegründet. Mit ihren Hits "I'm a Believer", "Last Train to Clarksville" sowie "Little Bit Me, Little Bit You" waren sie aber auch außerhalb des Fernsehens erfolgreich. Alle vier waren Teenie-Idole, Jones stach mit seinem britischen Akzent hervor. 1967 verkauften die Monkees laut einem Bericht der "Washington Post" 35 Millionen Alben und in dem Jahr damit doppelt so viele wie die Beatles und die Rolling Stones gemeinsam.

Bei dem Bassisten, der bei den Monkees auch sang, war 2009 eine seltene Form von Zungenkrebs diagnostiziert worden. Seine Angehörigen baten in ihrer Facebook Meldung zu dem Tod Torks um Spenden an das "Institute for The Musical Arts" in Massachusetts, das jungen Frauen eine Musikausbildung ermöglichen soll.

Wenige Jahre nach dem Ende der Fernsehserie 1968 löste sich die Gruppe eigentlich auf. Doch die Musiker traten über Jahre hinweg immer wieder zusammen auf und gingen 2011 noch einmal auf Tour. Jones, der 2009 ein eigenes Album veröffentlicht hatte, starb 2012 im Alter von 66 Jahren.

mal/dpa

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insgesamt 5 Beiträge
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Papazaca 22.02.2019
1. Eine Kultband, die an Milli Vanilli erinnert.
Diese für eine Fernsehserie zusammengecastete Boy-Band hatte 3 große Hits auf ihren ersten beiden LP's. Eingespielt haben sie aber diese ersten beiden LP's selbst nicht, das waren andere. Danach kamen noch 4 wirklich eigene LP's, die aus einem Stilmix bestanden, dann lösten sich die Monkees 1970 auf. In den 80gern hatten die Monkees in der MTV-Zeit mit den Aufnahmen aus ihren Fernsehserien nochmal ein nostalgisches Comeback. Viel mehr passierte dann aber nicht mehr. Was bleibt ist der Klassiker I'm a Believer und die beiden anderen Hits. Und sie waren eine der ersten Boybands. Viele sollten noch folgen. Und damit haben die Monkees es auch in die Geschichte des Rocks geschafft. Als eine Band, die ihre größten Hits nicht selbst gespielt hat. Milli Vanilli läßt grüßen. Trotzdem: "I'm a Believer", einmal gehört, vergisst man nie mehr.
Barças Superstar 22.02.2019
2. Daydream Believer
... nicht zu vergessen - ein Hit auf Beatles Niveau!
freddykruger 22.02.2019
3. Ich gestehe
ich hab auch einen Sampler von den Monkees. Asche über mein Haupt, da ich davon ausgehe das diesen Artikel nicht viele lesen, ich hör ihn ab und zu ganz gerne.
beathovenr66 22.02.2019
4. Retortenband ?
Grosse Musiker, Ausnahme Nesmith, waren sie nicht. Ein perfektes Marketing, optimal dem damaligen Zeitgeist entsprechend, machte die Monkees berühmt und reich. Dennoch lädt eine solche Todesnachricht zu einem dankbaren Trip down Memory Lane ein. Damals, ohne Google und Amazon und ohne CD, gab es noch echtes Radioprogramm, weit entfernt vom heutigen Einheitsbrei...gute, alte Zeit, auch mit Peter Tork und den Monkees. R.I.P.
toninotorino 23.02.2019
5. RIP Peter Tork
"I´m A Believer" kann ich immer hören. Überall. Zu jeder Zeit. Great Song. "Last Train to Clarksville". Klasse Song. Diese Songs haben bei mir bleibenden Wert, wie "Green Tambourine" von den Lemon Pipers oder "Ticket To Ride" von den Beatles. Keinen Deut schlechter als "Mona" von Quicksilver Messenger Service. Das hab ich halt gehört, als ich Teenie war.
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