Trauer um Tom Petty Die Musikwelt ist Free Fallin'

Weltweit zeigen sich Künstler betroffen nach dem überraschenden Tod von Tom Petty. Die Band Coldplay spielte auf einem Konzert spontan seinen Song "Free Fallin'", Musiklegenden aller Genres verneigen sich vor seinem Werk.

imago/ ZUMA Press

Es sind nur wenige Akkorde, die Coldplay-Gitarrist Chris Martin im Moda Center am Montagabend in Portland, Oregon, anspielt, bis sich der warme Jubel über die Halle legt. Begleitet von R.E.M-Gründungsmitglied Peter Buck würdigt die Band den verstorbenen Tom Petty nach einer Schweigeminute mit einer wunderbaren Version seines Hits "Free Fallin'".

Der legendäre Rockmusiker Petty starb im Alter von 66 Jahren nach einem Herzstillstand, umgeben von Familie, Freunden und Bandmitgliedern, wie sein Management mitteilte. Petty gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Classic Rock, gleichsam war er Inspiration für Musiker aller Genres. Musiker aller Musikrichtungen verneigen sich vor Pettys Talent, seinem Einfluss - und seinem Wesen.

"Das ist eine schockierend, erdrückende Nachricht", schrieb Bob Dylan in einem Statement, das dem "Rolling Stone" vorliegt. "Ich hielt sehr große Stücke auf ihn. Er war ein großer Musiker, voller Licht, er war mein Freund, und ich werde ihn niemals vergessen." Eric Clapton teilte mit: "Schockiert und traurig über die Nachricht von Toms Tod. Er war so ein großer Teil unserer Musikgeschichte - es wird nie wieder jemanden wie ihn geben."

"Man findet so selten jemanden, der in diesem Business derart grenzenlosen Respekt genießt", twitterte Rocker Alice Cooper. "Er war ein Rock'n'Roller mit Musik im Blut. Dieser Mann hat den Fans und der Welt einen solchen Schatz an großartigen Songs hinterlassen - das gilt es zu feiern."

Bryan Adams schrieb auf Twitter: "Schwer zu glauben, dass du gegangen bist."

"Sehr traurig über Tom Petty, er hat einige großartige Stücke geschrieben. Gedanken bei seiner Familie", teilte Stones-Frontmann Mick Jagger kurz und knapp mit.

"Das ist unerträglich", twitterte Sängerin Sheryl Crow. "Erst Vegas, nun verlässt uns ein musikalischer Held. Du brachtest uns so viel Freude, @tompetty, wir werden Dich vermissen."

"Es fühlte sich immer gut an zu wissen, dass Tom Petty in der Welt war und wunderschöne Musik und Texte schrieb", kommentierte der Sänger Richard Marx. "Ich bin heute traurig, aber ewig dankbar."

Rocklegende Peter Frampton schrieb: "Ich kann nicht glauben, dass wir an diesem entsetzlichen Tag auch noch Tom Petty verloren haben. Meine Liebe geht an seine Frau, seine Kinder und die ganze Heartbreaker-Familie."

In den Achtzigerjahren war Petty Teil der legendären Supergroup "Traveling Wilburys". Die Band setzte sich aus George Harrison (Ex-Beatle), Jeff Lynne, Roy Orbison, Bob Dylan und Petty zusammen. Gemeinsam produzierten die fünf Rockstars zwei Studioalben.

Die ganze Nacht hatte es Unsicherheiten über Pettys Gesundheitszustand gegeben, bereits am Montagabend hatten zahlreiche Medien fälschlicherweise berichtet, Petty sei tot. US- und auch deutsche Medien mussten ihre Berichte zurückziehen. Erst am Dienstagmorgen kam dann die offizielle Bestätigung seitens des Managements. Eine Achterbahnfahrt, die für Comedian Matt Oswalt aber durchaus Sinn ergab:

"Tom Petty ist an einem Tag zweimal gestorben, weil er fucking Tom Petty ist."

REUTERS

ayy

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