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04. Juli 2018, 10:22 Uhr

"Toy" von Netta

Ist der ESC-Siegersong abgekupfert?

Im Mai gewann die Sängerin Netta mit dem Song "Toy" den Eurovision Song Contest. Jetzt wird den Komponisten vorgeworfen, sie hätten bei einem Evergreen für Fußballfans, "Seven Nation Army", abgekupfert.

Die Universal Music Group wirft den Komponisten des Songs "Toy" von Netta vor, bei dem Song "Seven Nation Army" von den White Stripes abgeschrieben zu haben. Laut Deutscher Presseagentur ging bei Doron Medalie und Stav Beger vor zwei Wochen ein entsprechender Brief ein. Es gehe dabei um Ähnlichkeiten im Rhythmus, nicht in der Melodie oder beim Text.

Schon im März hatte die israelische Tageszeitung "Haaretz" geschrieben, der Song erinnere an den Hit, der zum Evergreen bei Fußballfans geworden ist.

Netta Barzilais Manager Ofer Menahem bestätigte den Eingang des Briefes. "Es wurde kein Rechtsanspruch erhoben, in dem Brief ging es nur um eine vorläufige Klarstellung zu diesem Thema", zitierten ihn israelische Medien. Doron Medalie werde am Mittwoch nach Los Angeles fliegen, um eine Lösung in dem Streit zu finden, schrieb die Nachrichtenseite "ynet".

Netta könnte disqualifiziert werden

Die israelische Sängerin Netta hatte im Mai mit ihrem Song "Toy" den Eurovision Song Contest in Portugal gewonnen - damit wäre Israel auch der reguläre Ausrichter des Wettbewerbs 2019.

Israelische Medien schrieben, sollten nachweislich zumindest Teile von "Toy" abgekupfert worden sein, könne dies die Ausrichtung des Eurovision Song Contests 2019 in Israel gefährden. Der Siegersong müsse ein Original sein. Andernfalls könne Netta Barzilai nachträglich disqualifiziert werden, schrieb "Haaretz".

Die Europäische Rundfunkunion als Veranstalter des Eurovision Song Contests äußerte sich zunächst nicht zu dem Thema.

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kae/dpa

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