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Feuerbestattung: Familie nimmt Abschied von Udo Jürgens

Udo Jürgens ist in Zürich eingeäschert worden - im Kreise seiner Familie und enger Freunde. Wann die öffentliche Trauerfeier stattfinden soll, steht noch nicht fest. Fans können bereits gekaufte Tourneekarten zurückgeben.

Udo Jürgens im Jahr 1967: Der Sänger ist am 21. Dezember verstorben. Zur Großansicht
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Udo Jürgens im Jahr 1967: Der Sänger ist am 21. Dezember verstorben.

Zürich - Der Leichnam von Udo Jürgens ist bereits am Dienstag in Zürich eingeäschert worden - nachdem sich seine Familie und die engsten Freunde und Angehörigen von ihm verabschiedet hatten. Das bestätigte sein Sprecher Thomas Weber SPIEGEL ONLINE.

Die Termine für die Beisetzung und eine öffentliche Trauerfeier seien noch nicht bekannt, weil die Organisation noch einige Zeit in Anspruch nehmen werde, so Weber.

"Es wird sicher auch eine Verabschiedung im öffentlichen Raum stattfinden", sagte er zudem der Nachrichtenagentur dpa. Solch eine Veranstaltung könnte Tausende Fans anziehen und müsste daher erst genau geplant werden. "Die Familie trauert und wird Anfang des nächsten Jahres eine Vorstellung haben, wie alles ablaufen soll."

In der Frage, ob es ein Ehrengrab für Jürgens geben solle, sei noch keine Entscheidung gefallen. Jürgens Geburtsstadt Klagenfurt und auch Wien seien dafür vorstellbar, sagte Weber. Im Klagenfurter Stadttheater werden am kommenden Dienstag, den 30. Dezember, ein schwarz verhülltes Klavier und ein Kondolenzbuch aufgestellt - auf Wunsch von Jürgens Bruder Manfred Bockelmann. So bekommen Fans die Möglichkeit, sich von dem Weltstar zu verabschieden.

Wie die Stadt Klagenfurt am Samstag mitteilte, trugen sich in das Kondolenzbuch im Rathaus bereits rund 1100 Menschen ein. Über die Feiertage lag es im Tourismusamt aus.

Weitere Details und Pläne wolle die Familie derzeit nicht mitteilen, sagte Weber.

Fans können Karten für die Tournee zurückgeben

In Klagenfurt hofft man, dass der Sänger hier beerdigt werden wird. Man würde ein Ehrengrab zur Verfügung stellen, wenn die Familie das wünsche, teilte ein Stadtsprecher mit.

Jürgens war in seiner Wahlheimat Schweiz am Sonntag bei einem Spaziergang zusammengebrochen. Er starb im Alter von 80 Jahren im Krankenhaus von Münsterlingen an Herzversagen. "Unser Dorf nimmt in stiller Trauer Abschied von einem großen Künstler, einem wertvollen, warmherzigen und großzügigen Menschen", heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde Gottlieben in der Schweiz, wo Jürgens lebte.

Vor seinem Haus in Gottlieben nahmen Fans auch an den Weihnachtstagen Abschied von ihrem Idol, legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an.

Viele hatten sich Karten für die Tournee des Sängers besorgt. Die Karten können nun ab dem 7. Januar zurückgegeben werden. Die Fans bekommen an allen Vorverkaufsstellen ihr Geld zurück, wie Jürgens-Sprecher Thomas Weber sagte. Udo Jürgens hatte zwischen Ende Oktober und Anfang Dezember den ersten Teil seiner "Mitten im Leben"-Tournee mit 26 Konzerten und 170.000 Zuschauern absolviert. Im Februar sollte eine zweite Serie mit 23 Auftritten beginnen.

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Udo Jürgens ist tot: Vom Grand Prix zur Legende

jkö/dpa

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Udo Jürgens: Abschied mit Helene


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