US-amerikanischer Komponist Elliott Carter ist tot

Seine anspruchsvollen, rhythmisch komplexen Arbeiten brachten ihm internationale Anerkennung und zwei Pulitzerpreise. An der Berliner Staatsoper wurde seine erste Oper erfolgreich uraufgeführt. Am Montag starb der amerikanische Komponist Elliott Carter in seiner Heimatstadt New York.

Elliott Carter (Archivbild) war einer der renommiertesten klassischen Komponisten
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Elliott Carter (Archivbild) war einer der renommiertesten klassischen Komponisten


Hamburg - Wenn es nach dem Vater gegangen wäre, dann wäre Elliott Carter niemals Komponist geworden, sondern Kaufmann. Doch als Carter noch ein Teenager war, schlug ihn ein Stück von Igor Strawinsky an der New Yorker Carnegie Hall in seinen Bann. Und er wusste, er wollte Komponist werden.

Mit 16 Jahren lernte Carter, der 1908 in New York geboren wurde, den Gründervater der amerikanischen Musik-Moderne Charles Ives kennen. Ives bestätigte den Jungen darin, Komponist zu werden. Und Carter studierte Klavier, Komposition und englische Literatur in Harvard. Anfang der dreißiger Jahre ging er nach Frankreich, um sein Kompositionsstudium an Paris École Normale de Musique fortzusetzen.

Der Musiker arbeitete in den folgenden Jahren als Lehrer, Musikdirektor und Kritiker zeitgenössischer Musik und wurde Professor für Musik in Yale. An der berühmten Juilliard School in New York erhielt er eine Professur für Komposition. Stipendien führten ihn nach Rom und Berlin zurück.

Carter ließ Instrumente auf komplexe Art und mit viel Dramatik interagieren. In seinen opulenten Kompositionen widmete er sich oft zwischenmenschlichen Beziehungen. Mit Erfolg: Für seine anspruchsvollen Arbeiten erhielt er internationale Anerkennung und zwei Pulitzerpreise - 1960 für sein Zweites und 1973 für sein Drittes Streichquartett.

Erst 1997 schrieb er seine erste Oper: "What Next" wurde zwei Jahre später in Berlin an der Staatsoper unter dem Dirigenten Daniel Barenboim mit großem Erfolg uraufgeführt.

Elliott Carter starb am Montag im Alter von 103 Jahren in New York, wie der Musikverlag Boosey and Hawkes mitteilte. Eine Todesursache wurde nicht genannt.

kha/dapd



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