US-Star der Fünfziger Eddie Fisher ist tot

Er war einer der erfolgreichsten amerikanischen Gesangsstars der frühen Fünfziger und über Jahre eine feste Größe in der Klatschpresse - dank einer Vielzahl von Affären und Ehen, darunter mit Liz Taylor. Nun ist Eddie Fisher im Alter von 82 Jahren gestorben.

Eddie Fisher, 1964: "True Mensch"
AP

Eddie Fisher, 1964: "True Mensch"


Hamburg/Los Angeles - Er war ein typischer Gesangsstar der frühen Fünfziger, wurde reich mit Hits wie "Thinking of You," "Any Time," "Oh, My Papa" und "Lady of Spain". Allein 1954 betrug sein Jahreseinkommen eine Million Dollar.

Mit dem Aufkommen des Rock'n'Roll kam Eddie Fishers dick aufgetragener, fast operettenhafter Gesangsstil langsam aus der Mode - in den Klatschspalten blieb der Sänger eine feste Größe: Wegen seiner skandalträchtigen Ehen mit den beiden Hollywood-Diven Debbie Reynolds und Elizabeth Taylor; der späteren Hochzeit mit einer blutjungen Schönheitskönigin. Wegen seiner jahrzehntelangen Kokainsucht.

Seine Autobiografie "Been There, Done That" nutzte Fisher zur ausführlichen Darstellung seines Liebeslebens, berichtete von Affären unter anderem mit Marlene Dietrich, Judy Garland, Angie Dickinson, Kim Novak, Mia Farrow und Bette Davies.

Aus der Beziehung mit Reynolds ging die Tochter Carrie Fisher hervor, die in den siebziger Jahren als Prinzessing Leia in "Krieg der Sterne" selbst weltberühmt wurde.

Im Alter von 82 Jahren ist Eddie Fisher am Mittwoch in einem Krankenhaus in Berkeley infolge der Komplikationen nach einer Hüftoperation gestorben, wie seine Tochter Tricia Leigh Fisher der Nachrichtenagentur AP sagte.

In einer Mitteilung zum Tode Fishers schrieb seine Familie: "He was an extraordinary talent and a true mensch" - im Jiddischen ein Ausdruck für eine bescheidene, bewunderungswürdige Person.

sha/Dpad



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