Von Pia-Luisa Lenz und Ole Reißmann
Der Song: Die Fußball-WM und Lena verkaufen zurzeit beinahe alles. Das hat wohl auch eine Gruppe Münsteraner Studenten zu ihrer Inszenierung bewogen. Sie nannten sich "Uwu Lena" und schlugen aus Lenas Beitrag zum Eurovision Song Contest Kapital. das Original wurde einfach in "Schland o Schland" umgetextet. Praktisch: Die Melodie kennen schon alle. Die erste Version wurde über YouTube und andere Social-Media-Kanäle so rasant populär wie die hübsche Lena selbst. Binnen Tagen war ein Plattenvertrag unterzeichnet.
Die Zielgruppe: Der gemeine Party-Patriotist ist sehr begeisterungsfähig: Seit der WM 2006 hat er sich ein feines Repertoire an schwarz-rot-geilen Accessoires zugelegt. Bei Großveranstaltungen ist er immer ganz vorne mit dabei. Da ist es auch erstmal zweitrangig, ob es um Fußball oder internationale Gesangstalente geht - Hauptsache Fahne schwenken. Die Party-Patriotisten waren nämlich auch diejenigen, bei denen sich die Euphorie über Lenas Sieg beim Eurovision Song Contest keineswegs in Grenzen hielt. In Städten wie Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg und Hannover probten sie schon einmal die Autohupkonzerte. Und beim kräftigen Flaggen-Schwenken in Bars und Kneipen entstaubten sie ihre schwarz-rot-goldenen Party-Accessoires schon für die WM.
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