Pressekompass Soll Xavier Naidoo zum ESC? Bloß nicht!

Die ARD will Xavier Naidoo als deutschen Vertreter zum Eurovision Song Contest nach Stockholm schicken - ohne Vorentscheid. Dabei ist der Sänger wegen seiner politischen Äußerungen umstritten, seine Nominierung aus Sicht der meisten Medien ein Skandal.

Xavier Naidoo: Umstrittene ESC-Nominierung
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Xavier Naidoo: Umstrittene ESC-Nominierung




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trader_07 19.11.2015
1. Ob er nun...
Ob er nun wegen seiner politischen Positionen umstritten ist, ist mir halbwegs egal. Ich bekomme allerdings schon Schüttelfrost, wenn ich diese weinerliche, dauerbetroffene Stimme höre. Garantierter Senderwechsel-Reflex beim Radio....
jeze 19.11.2015
2. Willkommen im Land der Diffamierung
Herr Naidoo hat eine Meinung. Die kann man komplett teilen, man kann sie in manchen Aspekten teilen, oder man kann sie vollständig ablehnen. Solange sich Naidoos Meinung im rechtlichen Rahmen bewegt, ist das im Sinne der Meinungsfreiheit zu akzeptieren. Man kann ihn dann trotzdem blöd finden; diffamiert man ihn allerdings, so sagt das vor allem etwas über die Haltung der Diffamierenden und den Zustand in unserem Land und weniger über Herrn Naidoo aus. Eine Debatte wird durch den Austausch von Argumenten geführt und nicht durch das Diffamieren und mundtotmachen der Gegenseite. Ansonsten frage ich mich, warum man einem Tatort-Regisseuer eigentlich nicht unterstellt sämtliche Gewalt in seinen Filmen ernst zu meinen und ein Verfahren wegen Volksverhetzung anstrengt. Kunstfreiheit gilt auch für die Musik.
thederl 19.11.2015
3. Irre Entscheidung
Irre! Wie kommen die ARD-Verantwortlichen ausgerechnet auf den? Schlimmer geht's nicht!!!! Und dass der TV-Konsument sowieso nichts zu melden hat, ist ja leider längst Realität.
tallinn1960 19.11.2015
4. Schon ein wenig Kampagne
auch wenn es den Anschein hat, als ob jeder Journalist vom anderen abschreibt, dabei alles noch ein wenig grösser macht, bis Naidoo als "Reichsbürger" da steht - was er nicht ist. Man braucht von einem Popsänger so wenig wie von einem Nobelpreisträger erwarten, dass er ausserhalb seiner Profession brilliert. Da ist dann jeder Mensch wie Du und ich. Wenn also Naidoo - nachweislich zwei Mal in der Öffentlichkeit - von der nicht vorhandenen Souveränität Deutschlands redet und dadurch zum "Reichsbürger" wird - dann bin ich es auch, denn angesichts des von Rammstein gelenkten Drohnenkrieges der USA sowie den NSA-Aktivitäten hierzulande, beides strafrechtlich relevante Dinge, beides strafrechtlich nicht verfolgt, sondern von der Bundesregierung aus aussenpolitischer Staatsräson geduldet, da rede ich auch davon, dass Deutschland noch nicht souverän ist. Ich erwarte von meinem Staat, dass er das Recht gegenüber jedermann durchsetzt ohne Wenn und Aber. Deswegen glaube ich - so wenig wie Naidoo - noch lange nicht daran, dass die BRD kein Staat ist, sondern eine GmbH. Ich hab mir mal von so einem "Reichsbürger" seine Vorstellungen erläutern lassen. Selbst die grundlegenden Lehren von Scientology sind noch schlüssiger als das. Und die sind schon ordentlicher Dadaismus. Also lasst mal bei Naidoo endlich die Kirche wieder im Dorf.
jurbar 19.11.2015
5. Alle drehen hohl im Moment.
Bis hinein in den billigen Unterhaltungssektor. Peinlich. Aber... ESC = Escape:-).
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