Internet-Hit "Harlem Shake": Mit YouTube-Klicks auf Nummer eins

"Harlem Shake" auf YouTube: Endless fun and games Zur Großansicht
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"Harlem Shake" auf YouTube: Endless fun and games

Charterfolg dank Online-Zugriffszahlen: "Harlem Shake" von Baauer steht an der Spitze der US-amerikanischen Charts. Dafür änderte das renommierte "Billboard Magazine" seine Berechnungen - und zählt erstmals YouTube-Klicks mit.

Hamburg/New York - Wann ist ein Lied ein Hit? Bisher galt: Wenn es häufig verkauft wurde - ob in CD-Form oder auf Download-Portalen. Das renommierte New Yorker "Billboard Magazine", seit 55 Jahren Hüter der US-Musikcharts, hat diese Regel nun geändert.

In seiner aktuellen Liste Hot 100 vom Donnerstag ließ das Magazin erstmals YouTube-Aufrufe in die Berechnungen einfließen. Prompt landete "Harlem Shake", ein Elektro-Song des US-amerikanischen DJs Harry Rodrigues alias Baauer, auf Platz eins. Baauer hatte sein basslastiges Lied bereits im Mai 2012 als freien Download angeboten, doch erst eine Reihe an Tanzparodien, die Ende Januar auf YouTube gestellt wurden, machte den "Harlem Shake" bekannt. Mittlerweile hätten allein in den USA 103 Millionen YouTube-Zuschauer die Tanzvideos angeklickt, wie die "New York Times" berichtet.

Das "Billboard Magazine" nahm den Internet-Hype zum Anlass, um seine Bewertungsmaßstäbe zu ändern. "Die Idee, dass ein Song sich verkaufen muss, um ein Hit zu sein, ist veraltet", erklärte "Billboard"-Chefredakteur Bill Werde. Nach Auswertung der Zugriffszahlen stellte das Magazin "Harlem Shake" auf den obersten Platz der Charts. Ohne die YouTube-Klicks wäre Baauers Song unter die Top 15 gekommen, hätte die Spitzenposition allerdings deutlich verpasst.

In Deutschland ist eine derartige Entwicklung noch nicht abzusehen: Hier richtet sich der Charterfolg nach Verkaufszahlen. Und YouTube führt einen Urheberrechtsstreit mit der Musik-Verwertungsgesellschaft Gema. 2012 verpflichtete das Hamburger Landgericht die Google-Tochter, Musiktitel mit Gema-Lizenzen aus seinem Online-Angebot zu löschen - das ist ein Großteil der aktuellen Hits.

sbr

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insgesamt 6 Beiträge
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1. einfach einprägend - einprägend einfach.
susiwolf 21.02.2013
Regeln hin - 'clicks' her ... egal ! Und wenn morgen der 'sharlem hake' käme, ich wäre begeisterter Anhänger und tanzte ausser der Reihe. Oder ? Man kann auch den (ganz) langsamen Walzer - sozusagen als Protagonist - dabei herausstellen. (Psst nicht weiter sagen) A-l-l-e-s hebt sich erfrischend ab. @{o¿-}@ endlich mal. Da ist doch Bill Haley aus den Sechzigern mit seinem 'shake, rattle and roll' fast eine Wiedergeburt ? Oder noch Kult ? Yeah, let's shake it ... all nite.
2.
nifl 21.02.2013
Wenn man sich mal vor Augen führt, was für ein Schrott dieses Lied dann eigentlich ist (es besteht aus einer sinnfreien Textzeile und dem Wort "Ey"), wundert man sich, wie so etwas auf der Spitzenposition landen kann.
3. Eine weitere Fehlinformation zu YouTube/GEMA
billyonatrip 21.02.2013
Offensichtlich hat der hier zuständige Redakteur keine Ahnung vom Sachverhalt, ist Lobbyist von Google und/oder liest selbst-verlinkte Texte nicht. Das 2012er-Urteil vom HH Landgericht bezieht sich auf 7 (bis 12) Titel, also nicht "ein Großteil der aktuellen Hits", außerdem ging es um eher unbedeutende Songs. Damit verwässern Sie mal wieder den Sachverhalt, da YouTube (beliebig viele) Videos von sich aus sperrt, um weiterhin Druck auf die GEMA in Sachen Lizenzentgelte zu machen. Das Gerichtsurteil gibt GEMA/Rechteinhabern eine grundsätzliche Handhabe gegen YouTube, mit der (massenhaften) Sperrung der Videos vom "Großteil der aktuellen Hits" hat das aber nichts zu tun (im Gegensatz zu Ihrer Behauptung!!). Nochmal: YouTube sperrt diese Videos pro-aktiv, um Verhandlungsmacht aufzubauen. Bekommen Sie eigentlich Geld von Google für die andauernd falsche Darstellung des Sachverhalts?
4.
veremont 21.02.2013
Zitat von billyonatripOffensichtlich hat der hier zuständige Redakteur keine Ahnung vom Sachverhalt, ist Lobbyist von Google und/oder liest selbst-verlinkte Texte nicht. Das 2012er-Urteil vom HH Landgericht bezieht sich auf 7 (bis 12) Titel, also nicht "ein Großteil der aktuellen Hits", außerdem ging es um eher unbedeutende Songs. Damit verwässern Sie mal wieder den Sachverhalt, da YouTube (beliebig viele) Videos von sich aus sperrt, um weiterhin Druck auf die GEMA in Sachen Lizenzentgelte zu machen. Das Gerichtsurteil gibt GEMA/Rechteinhabern eine grundsätzliche Handhabe gegen YouTube, mit der (massenhaften) Sperrung der Videos vom "Großteil der aktuellen Hits" hat das aber nichts zu tun (im Gegensatz zu Ihrer Behauptung!!). Nochmal: YouTube sperrt diese Videos pro-aktiv, um Verhandlungsmacht aufzubauen. Bekommen Sie eigentlich Geld von Google für die andauernd falsche Darstellung des Sachverhalts?
Google MUSS diese Songs sperren und auch in Zukunft sperren. Steht übrigens auch in dem von Ihnen verlinkten Artikel. Es nützt nichts die GEMA schön reden zu wollen. Keiner mag die GEMA, die ist in etwa so beliebt wie Knöllchenschreiber oder die GEZ. ;)
5. optional
spon-facebook-10000361426 22.02.2013
@ Nifl: Musiknazitum schadet ihrem ansehen, jedenfalls in teilen der Bevölkerung. Offen gesagt weiß ich nicht woher sie das Recht nehmen Sinnhaftigkeit von Kunst (Ja, Musik ist eine Form von Kunst) zu beurteilen. Effektiv gesehen bin ich zwar kein Fan dieses Liedes aber durchaus jemand der gerne Trap (so nennt sich das Genre) hört. Ich bin ausserdem Vocalist und Producer und habe mir lange abgewöhnt irgendeine Form von Musik als Schrott abzustempeln denn den gibt es schlichtweg nicht, bei Kunst jeglicher Form gibt es immer nur ein "mag ich" oder "mag ich nicht" alles andere ist Anmaßung. Ich bin auch kein Fan von Yoko Onos Kunst, dennoch wird sie im Moment in Frankfurt gewürdigt mit einer großen Ausstellung. Ich kann Kommentare wie den Ihrigen einfach nicht mehr ertragen denn sie zeugen von Kleingeist.
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