Hamburg - Inka Bauses Kuppelei auf dem Land setzt einen Quotenrekord nach dem nächsten: "Bauer sucht Frau" lockte laut Branchendienst dwdl.de am Montagabend ab 21.15 Uhr 750.000 jüngere Zuschauer mehr als in der Vorwoche, was bei einem Publikum von 3,88 Millionen Deutschen mittlerweile einen traumhaften Marktanteil von 28,5 Prozent ergibt (Vorwoche: 26,5 Prozent).
Beflügelt durch die Rückkehr des singenden Schäfers Heinrich, der in der vorherigen Staffel zum Publikumsliebling geworden war, lief es auch beim Gesamtpublikum so gut wie selten zuvor: Mit 8,54 Millionen Zuschauern (Marktanteil: 26,6 Prozent) holte die Doku-Soap einen Staffelrekord, den zweitbesten Wert seit ihrem Start vor vier Jahren - und für RTL den Tagessieg. Zuvor hatte um 20.15 Uhr bereits das Quiz "Wer wird Millionär?" 8,3 Millionen Fans ab drei Jahren gelockt (Marktanteil: 24,6 Prozent).
Während RTL am Montagabend noch einmal deutlich gewann, rutschte der glücklose neue Sat.1-Talker Johannes B. Kerner weiter ab. Laut Branchendienst kress.de sahen insgesamt 1,26 Millionen Deutsche die Ausgabe zum Selbstmord Robert Enkes. Das waren 350.000 Zuschauer weniger als in der Vorwoche (Marktanteil: 4,5 Prozent). In der werberelevanten Zielgruppe saßen sogar nur 540.000 Zuseher vor dem Fernseher, der Marktanteil liegt damit jetzt ebenfalls bei mauen 4,5 Prozent. Vergangene Woche war es noch ein Prozentpunkt mehr.
Kein Glück für neue Sat.1-Soap
Doch "Kerner" und die ebenfalls schwache Reality-Doku "Deutschland wird schwanger" sind nicht das einzige Problem für Sat.1. Schon die neue Vorabendserie "Eine wie keine" enttäuschte um 18 Uhr: Die Herzschmerz-Soap mit Marie Zielcke erreichte nach Senderangaben 760.000 Zuschauer von 14 bis 49 Jahren und blieb mit einem Markanteil von 10,5 Prozent in der für Sat.1 wichtigen jungen Zielgruppe unter dem Senderdurchschnitt. Insgesamt waren es 1,83 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 9,1 Prozent.
Der verhaltene Start von "Eine wie keine" muss allerdings noch nichts heißen: Auch der letzte intensiv beworbene Serienneuling im Sat.1-Vorabendprogramm, "Anna und die Liebe" mit Popsängerin Jeanette Biedermann in der Hauptrolle, war anfangs gefloppt. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen hatte die Sendung seinerzeit einen Marktanteil von gerade mal 11,6 Prozent erreicht, steigerte sich aber in ihrer mittlerweile über einjährigen Laufzeit deutlich. Zuletzt erreichte die Soap mit der Traumhochzeit ihrer beiden Hauptcharaktere eine phantastische Zielgruppenquote von 17,5 Prozent. Auch am Montag, durch Verschiebungen am Vorabend neuerdings auf dem 18.30-Uhr-Sendeplatz, war die Serie mit 14,6 Prozent Markanteil bei den Jüngeren stark.
can/dpa
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