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19.03.2010
 

Legendäre Kriegsreporterin

Christiane Amanpour verlässt CNN

Fernsehreporterin Christiane Amanpour: "CNN war meine Familie"Zur Großansicht
Getty Images

Fernsehreporterin Christiane Amanpour: "CNN war meine Familie"

Sie war das Gesicht von CNN: Als der Nachrichtensender Anfang der neunziger Jahre im Golfkrieg zur weltweit geachteten Informationsquelle aufstieg, wurde die Reporterin Christiane Amanpour zum Star. Nun verlässt sie nach 27 Jahren den Sender und wechselt zur Konkurrenz.

Washington - Starreporterin Christiane Amanpour wird ab August die politische Wochenschau "This Week" ("Diese Woche") auf ABC moderieren, wie der Sender am Donnerstag mitteilte. Ihr bisheriger Arbeitgeber CNN bestätigte den Wechsel. Die 52-jährige Amanpour bringe für den Job "Erfahrungsreichtum und Wissen" mit sowie "ein tiefgehendes Engagement, dem amerikanischen Volk die Weltnachrichten zu übermitteln", schrieb der Chef von ABC News, David Westin, in einer E-Mail an die Belegschaft. Sie werde auch in anderen Nachrichtenformaten und Dokumentationen zu internationalen Themen zu sehen sein.

In ihren fast drei Jahrzehnten bei CNN interviewte Amanpour zahlreiche ranghohe Politiker aus der ganzen Welt und berichtete von Krisenherden wie Irak, Afghanistan, Pakistan, Somalia, Ruanda und dem Balkan. "Ich verlasse CNN mit dem größten Respekt, Liebe und Bewunderung für die Firma und alle, die dort arbeiten", erklärte die Britin, die zuletzt internationale Chefkorrespondentin war. "Dies war meine Familie (...) in den letzten 27 Jahren, und ich bin für immer dankbar und stolz auf das, was wir erreicht haben." Jim Walton, der Präsident von CNN Worldwide, sagte: "CNN und Christiane machten sich gegenseitig großartig."

Seit September 2009 moderierte Amanpour im internationalen Programm von CNN eine tägliche Talkshow, die aber in den USA nur in einem wöchentlichen Highlight-Programm gezeigt wurde. CNN ist in seinem Heimatmarkt in den Einschaltquoten hinter Fox News zurückgefallen, in der Hauptsendezeit zog 2009 sogar MSNBC an dem Sender vorbei.

Amanpour kritisierte immer wieder Tendenzen, Nachrichtenprogramme parteipolitisch zuzuspitzen. "Unglücklicherweise sind Nachrichten bei manchen Sendern nur zu einem weiteren Teil des Unterhaltungsprogramms geworden", sagte sie 2009 in einem SPIEGEL-Gespräch, "schlimmer noch, bei manchen Sendern sind die Nachrichten in die Hände von Ideologen gegeben worden. Das ist sehr gefährlich."

feb/AFP/AP

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insgesamt 5 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
21.03.2010 von sam clemens: MMn

hat tylerdudenvolland Recht - wer dem Gesicht auf dem Bildschirm die Recherche zuschreibt, macht einen großen Fehler. Amanpour war ein "Rädchen", nicht mehr. Und andererseits wissen wir doch inzwischen, welche großen [...] mehr...

21.03.2010 von fear_less: Dito

Vergleichbar mit Judy Woodruff, die jetzt auch wieder auf Umwegen zu PBS zurückgekehrt ist. Ich sehe Amanpours Zukunft auch bei PBS. Dass sie sich nicht des Geldes wegen an FOX verkauft hat ist rühmlich, war andererseits [...] mehr...

19.03.2010 von tylerdurdenvolland: ..

Das war sie ganz sicher nicht. Sie war unter all den kleinen Rädchen bei CNN ein grosses Rad, das aber auf genau demselben Niveau die Amerikaner in ihrer Ignoranz gehalten halt, wie der ganze Sender, wie alle Medien in dem [...] mehr...

19.03.2010 von Comandante.Tatú: Eine der besten Journalisten auf der internationalen Bühne

Ja, Christiane Amanpour ist eine der besten Journalisten im internationalen Theater. mehr...

19.03.2010 von saul7: ++

das ist bedauerlich. Sie war eine kompetente Journalistin, die ihr Handwerk verstand und so machen Politiker mit ihren Fragen aus der Fassung gebracht hat. mehr...

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