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03.08.2010
 

Lufthansa-Doku in der ARD

Kranich unter dem Hakenkreuz

Von Dinah Deckstein

Lufthansa-Logo am restaurierten Flughafen Butzweilerhof in Köln: "Luftkreuz im Westen"Zur Großansicht
WDR/Christoph Weber

Lufthansa-Logo am restaurierten Flughafen Butzweilerhof in Köln: "Luftkreuz im Westen"

Im "Dritten Reich" leistete die Deutsche Lufthansa Hilfsdienste für Görings Luftwaffe und ließ Zwangsarbeiter für sich schuften - das dokumentiert der Film "Fliegen heißt Siegen" in der ARD. Die heutige Lufthansa will davon wenig wissen - sie sei ja 1955 neu gegründet worden.

In der großen weiten Welt des Fliegens steht die Lufthansa mit dem Kranich auf der Heckflosse geradezu als Sinnbild für deutsche Tugenden wie Zuverlässigkeit, Sicherheit und Pünktlichkeit. Der Regisseur Christoph Weber bringt den Namen der Airline mit ganz anderen Begriffen in Verbindung, nämlich mit Zwangsarbeit oder Nazi-Anbiederung.

"Fliegen heißt Siegen - Die verdrängte Geschichte der Deutschen Lufthansa", ist Webers Dokumentarfilm betitelt, für den er in akribischer Detailarbeit umfangreiches Archivmaterial flöhte und namhafte Historiker interviewte. Er beleuchtet eines der düstersten Kapitel der deutschen Luftfahrtgeschichte und zeigt, wie schwer es manchen Konzernmanagern noch immer fällt, zur Rolle ihrer Vorgänger im "Dritten Reich" zu stehen. Der Film, der am Mittwochabend in der ARD läuft, wurde Ende Juli bereits von Arte ausgestrahlt.

Für die heutige Lufthansa hat nach eigenem Bekunden mit ihrer Gründung im Jahr 1955 eine neue Zeitrechnung begonnen. Formaljuristisch ist das nicht zu beanstanden. Allerdings übernahm man Name, Emblem - und auch einen Teil des leitenden Personals des bis 1945 existierenden Vorgängerunternehmens. Originalaufnahmen aus Wochenschauen dokumentieren, welch zentrale Rolle gerade ihre Vorläufergesellschaft von 1933 bis 1945 bei der Vorbereitung von Hitlers Eroberungsfeldzügen spielte - etwa, indem sie Piloten für die Luftwaffe ausbildete.

Das Hauptgeschäft machten die früheren Lufthansa-Oberen jedoch nach Kriegsbeginn mit der Wartung und Reparatur von Kampfflugzeugen. Weber und seine Mitautoren spürten knapp ein halbes Dutzend Zwangsarbeiter auf, die damals in den Lufthansa-Werkstätten schufteten und bis heute nur vereinzelt Entschädigung erhielten.


"Fliegen heißt Siegen - Die verdrängte Geschichte der Deutschen Lufthansa", Mittwoch, 23.15 Uhr, ARD

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05.08.2010 von Lazarus Long: ....?

Wirklich ? Warum sind dann fast alle Mitarbeiter im Lagerbereich der DLH Fremdfirmen? Fraport & Co. arbeiten dort mit eigenem Personal UND Fremdfirmen zur SPitzenabdeckung. Die Qualifikationen der Leiharbeitnehmer dort sind [...] mehr...

05.08.2010 von semper fi: -

Und? Dann ist doch alles in Ordnung. Es gibt übrigens in dem Feld keine "billigen" Leiharbeitnehmer in der Rhein-Main Region. Kosten sparen ist auch nur ein Sekundärgrund. In der Palletierung geht es um die [...] mehr...

05.08.2010 von semper fi: -

Vorab: Auf Ihren Beitrag #34 habe ich eine faktenreiche Antwort geschrieben, die leider nicht veröffentlicht wurde. Ich werde es später noch einmal versuchen. Zu Ihren Worten oben: Aerologic und Jade sind lange vor der [...] mehr...

05.08.2010 von andre187: Facebook Fanpage

Ich habe ja nach der gestrigen Ausstrahlung der Dokumentation etwas mehr Empörung in den bekannten sozialen Netzwerken erwartet. Bei Twitter hat sich nur eine Person bei Lufthansa_DE (ausgerechnet ich) erkundigt. Und bei [...] mehr...

05.08.2010 von Lazarus Long: ..zum Zweiten

DLH hat, wie viele andere Unternehmen auch, in der Wirtschaftskrise kurzgearbeietet. Angeblich aufgrund unzureicheneden Passagier - und Frachtaufkommens, deshalb wurden auch 4 der 19 MD11 Frachter in der Wüste geparkt...und von [...] mehr...

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