Sie gehörten zu den wenigen Menschen auf der Welt, die schon Mitte der neunziger Jahre die Bedeutung von Osama Bin Laden erkannt hatten und dessen Kriegserklärung gegen die Vereinigten Staaten von Amerika sehr ernst nahmen. Der eine, Michael Scheuer, sollte im Auftrag der CIA den Terrorchef jagen. Der andere, John O'Neill, war bei der Anti-Terror-Einheit des FBI tätig.
Scheuer wie O'Neill sahen es als ihre persönliche Mission an, Osama Bin Laden zu ergreifen. Damals standen sie damit noch ziemlich allein da. Denn der Mann, den sie jagten, wurde erst im Juni 1999 auf die FBI-Liste der meistgesuchten Verbrecher gesetzt, viele amerikanische Sicherheitsexperten konnten zu dieser Zeit noch nicht mal seinen Namen buchstabieren. Anders John O'Neill, dem eine von SPIEGEL-TV produzierte Fernsehdokumentation nun 45 Minuten widmet ("Der 11. September - die wahre Geschichte") .
"Er war schon im Krieg, als alle anderen Staatsschützer noch im Tiefschlaf lagen", sagt der französische Terrorermittler Jean-Charles Brisard. Agenten aus O'Neills Einheit berichten, das Bin-Laden-Fahndungsfoto hätte schon damals als Poster über ihren Betten gehangen. Genau wie Scheuer war FBI-Mann O'Neill damals überzeugt, dass islamistische Terrorgruppen schon Brückenköpfe in den USA errichtet hatten. Auch er sei sich sicher gewesen, so Scheuer in der TV-Dokumentation, dass "wir es noch nie mit einer so großen, so schlagkräftigen Organisation zu tun gehabt hatten wie mit al-Qaida".
Trotz dieser Erkenntnisse konnten Scheuer und O'Neill die Anschläge vom 11. September 2001 nicht verhindern, was wohl auch daran lag, dass beide eine innige Feindschaft pflegten, sich misstrauten und Informationen vorenthielten. Erstmals gibt die Dokumentation nun Einblicke, wie tief der Hass der beiden Männer aufeinander war: "Das einzig Gute an den Anschlägen vom 11. September war für mich der Tod von John O'Neill", sagt der Ex-CIA-Mann Scheuer. "Ich hielt so wenig Kontakt wie möglich zu ihm, ich konnte ihn nicht ausstehen, er sah sich immer an erster Stelle, dann kam das FBI und ganz am Ende Amerika."
Und so setzten beide Männer den alten Kampf der Dienste gegeneinander auch im Kleinen erbittert fort und machten damit vielleicht 9/11 erst möglich. Das, so der Terrorexperte Lawrence Wright, sei eine der großen Tragödien in dieser Geschichte: "Sie haben nicht nur nicht kooperiert, sie verbargen Informationen voreinander."
John O'Neill übernahm nach dem Ausscheiden aus dem FBI den Job des Sicherheitschefs des World Trade Centers. Er starb am 11. September 2001 in den Trümmern des Gebäudes, getötet durch den Plan des Mannes, den er jahrelang gejagt hatte.
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Damals ging das in USA sogar noch viel einfacher-nämlich per Telefon :-) mehr...
Schön das sie die Arbeit von Astaneh-Asl würdigen. Dann können sie auch bestimmt die Schlussfolgerung seiner Arbeit akzeptieren ---Zitat--- Mr. Astaneh-Asl also rejects such alternative theories. "I certainly don't buy [...] mehr...
Ja, ja...so "offensichtlich", dass Sie es nicht einmal benennen können. Und wann ist denn "früher oder später" ? Wenn in neun Jahren nicht einmal Ihr "offensichtlich" zu erkennen ist ? Gar nix [...] mehr...
Ach, und im "aufgeklärten" Deutschland sind miese Bild-Fälschungen also voll okay ? Oder wie war das gemeint ? Er ist übrigens nicht "unbequem", sondern er arbeitet mit dubiosen Methoden. Was völlig anderes [...] mehr...
Der Vorplatz der WTC Türme war übersäht mit Papieren aus Büros - knapp am Feuer vorbei. Und jener Finder dieses Passes ist ein kleiner unbedeutender N.Y. Polizist der an 9/11 auch sicherlich Bekannte verlor und den Pass im [...] mehr...
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