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05.10.2011
 

Poker um Sprecher-Gehälter

Sender droht mit Aus für "Simpsons"

Seit 1989 ein vertrauter Anblick: Die Familie Simpson vor ihrem Heim in SpringfieldZur Großansicht
AP / Fox

Seit 1989 ein vertrauter Anblick: Die Familie Simpson vor ihrem Heim in Springfield

Verstummt Homer für immer? Ein Streit um die Gagen der Sprecher von "The Simpsons" könnte das Ende der US-amerikanischen Zeichentrickserie bedeuten. Der produzierende Sender Fox will den Schauspielern das Salär drastisch kürzen. Jetzt wird gepokert.

Los Angeles/Berlin - Schön gezeichnet sind sie nun wirklich nicht, das kann selbst der treueste Fan nicht behaupten, der Reiz der "Simpsons" war seit jeher eher ein inhaltlicher: ihr bitterböser Blick auf die US-amerikanische Gesellschaft, ihre sozialen und familiären Probleme. Die Zeichnungen waren da nicht so wichtig, wichtiger jedoch: die Stimmen, das krächzende Flöten von Marge, die rotzfreche Schlagfertigkeit von Bart, das vibrierende Böse im Timbre des Kernkraftwerkbesitzers Monty Burns - und selbstverständlich die schon am Klang der Stimme deutlichst erkennbare Blödheit seines vertrottelten Angestellten Homer Simpson.

An den Stimmen könnte es nun liegen, dass die am längsten laufende Zeichentrickserie in der Geschichte des US-Fernsehens bald eingestellt wird, dass keine neuen Episoden mehr produziert werden, wenn die aktuelle Staffel ausgelaufen ist. Denn wie die "Los Angeles Times" meldet, will das produzierende Studio 20th Century Fox den Schauspielern, die den "Simpsons" ihre Stimmen leihen, drastisch die Gage kürzen.

Etwa 400.000 US-Dollar verdienen die Top-Sprecher bisher - pro Episode, wohlgemerkt. Jetzt stehen neue Gehaltsverhandlungen an. In einer von der "Los Angeles Times" zitierten Stellungnahme kündigt Fox an, das Salär von Dan Castellaneta (Homer), Julie Kavner (Marge), Nancy Cartwright (Bart) und ihrer Kollegen nun deutlich kürzen zu wollen. Das Studio könne "keine weiteren Staffeln mit dem aktuellen Finanzmodell produzieren."

Länger lief keine Zeichentrickserie

Dabei schien die Welt doch gerade noch in Ordnung: In den USA ist Ende September die 23. Staffel der "Simpsons" angelaufen, die ersten beiden Episoden waren mehr oder weniger originell: Kiefer Sutherland hatte in der Saison-Premiere bereits seinen dritten Gastauftritt bei den Simpsons, und in der zweiten Folge begibt sich Bart etwas arg pädagogisch auf die Spuren des US-Präsidenten Theodore Roosevelt.

Wahre Fans haben sich jedoch längst an die schwankende Qualität gewöhnt - ist ja verständlich, dass die Geschichten um die gelbe Familie aus Springfield nicht immer wieder neu und überraschend sein können. Im Dezember 1989 lief die erste Episode von bisher 488. Da wiederholen sich die Plots fast zwangsläufig irgendwann.

Und auch die Aufregung um das drohende "Simpsons"-Aus wird eingefleischten Springfield-Kennern ziemlich bekannt vorkommen: Schon 1998 lag Fox im Clinch mit den Sprechern, damals ging es um eine gewünschte Erhöhung der bis dahin vergleichsweise lächerlichen 30.000 US-Dollar pro Folge. 2004 dann der nächste Gehaltstreit - die Sprecher verlangten 360.000, bekamen dann immerhin eine Erhöhung auf 250.000 US-Dollar. Die Verhandlungen aus dem Jahr 2008 hatten dann das aktuelle Gehalt zum Ergebnis.

Es ist also ein Poker-Spiel. Vielleicht werden die "Simpsons" demnächst eingestellt. Genauso möglich erscheint es, dass Barts Stimme demnächst eine halbe Million wert ist.

kuz (mit Material aus Wikipedia)

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insgesamt 55 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
03.11.2011 von jamesmond: Poker um ...

Frage mich gerade wieso in den Überschriften vieler Spiegel Artikel in letzter Zeit immer das Wort Poker vorkommt. Das macht mir immer Lust ein wenig zu pokern z.B. hier http://www.pokerseiten24.com/. mehr...

07.10.2011 von thelix: ...

Verdrehen Sie doch bitte nicht die Tatsachen. Mein Satz bzgl. eventueller Minderwertigkeitskomplexe ihrerseits war eine Replik auf Ihren Satz: Darauf meine Wenigkeit: Da niemand in diesem Thread in irgendeiner Form [...] mehr...

06.10.2011 von M@ESW: _

Weil die alles aus dem Ausland faktisch nicht interessiert. Zu kleines potentielles Publikum, keine Syncro. Das ergibt der Rest Ihre Beiträge Oh, wunde Stelle getroffen? mehr...

06.10.2011 von thelix: ...

Aha, Länder mit zu geringer Einwohnerzahl... was ist denn mit den USA? Bis auf wenige Ausnahmen wird da praktisch ALLES aus dem Ausland untertitelt. PS: Stellen Sie sich vor, nur weil man sagt, dass man manche Dinge lieber im [...] mehr...

06.10.2011 von unifersahlscheni: Also soweit...

...ich weiß, ist sie nicht arm gestorben. Haben Sie vielleicht einen Link der beschreibt dass sie verarmt gestorben ist, wäre interessant zu wissen...? mehr...

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