FBI-Geheimdokumente US-Doku untersucht Hitlers Verbleib nach 1945

Eine TV-Dokumentation aus den USA greift die kuriosen Gerüchte über Adolf Hitlers angebliche Flucht und sein Überleben nach 1945 auf - und will dies mit Geheimdokumenten des FBI belegen.

Adolf Hitler (rechts) mit Paul von Hindenburg (Archiv): Eine TV-Doku greift Gerüchte über Hitlers angebliche Flucht aus Berlin auf
AP

Adolf Hitler (rechts) mit Paul von Hindenburg (Archiv): Eine TV-Doku greift Gerüchte über Hitlers angebliche Flucht aus Berlin auf


Es ist wieder da - das Gerücht über Adolf Hitlers vermeintliche Flucht und sein Leben nach 1945. Die Fachwelt ist sich weitgehend einig, dass Hitler und seine Frau Eva Braun am 30. April 1945 im Bunker der Reichskanzlei in Berlin Selbstmord begingen. Doch eine groß angelegte TV-Dokumentation aus den USA will jetzt Beweise gefunden haben, dass Hitler die Flucht aus der umzingelten Stadt gelungen sein könnte.

"Hitlers Flucht - Wahrheit oder Legende?", heißt die achtteilige Serie, die ab Mitte Dezember beim deutschen Ableger des amerikanischen TV-Senders History läuft. Anders als bei der Nazi-Groteske "Er ist wieder da" handelt es sich dabei nicht um eine Fake-Doku.

Ein Team um den früheren CIA-Agenten und Buchautor Robert Baer ist in mehreren Ländern vermeintlichen Spuren Hitlers nachgegangen. Baer hatte als CIA-Agent vor allem im Nahen Osten gearbeitet und seine Erlebnisse in zwei Büchern verarbeitet. Sie lieferten die Vorlage für den Politthriller "Syriana". Auch im deutschen Fernsehen trat Baer mit kontroversen Thesen bereits in Erscheinung: In einer Dokumentation der ARD über das RAF-Attentat auf Alfred Herrenhausen gab er Hinweise auf mögliche Hintermänner im Libanon.

Die TV-Dokumentation über Hitlers Verbleib nach 1945 stützt sich angeblich auf Hunderte Geheimdokumente des FBI, die 2014 freigegeben wurden. Demnach haben FBI-Ermittler noch Jahre nach Kriegsende Hinweise auf Hitlers Aufenthalt unter anderem in Argentinien und Brasilien gegeben.

Zu den Drehorten gehört auch ein Tunnel zur U-Bahn-Station am Platz der Luftbrücke am früheren Flughafen Tempelhof. Der Schacht wurde angeblich bei den Dreharbeiten zur Dokumentation entdeckt. Er soll 1945 die Verbindung zwischen dem Flughafen und dem "Führerbunker" sichergestellt haben.

kop/dpa



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