Serien und Shows Apple startet Streaming angeblich im Frühling

Dass der Apple-Streamingdienst kommt, ist kein Geheimnis mehr. Viele US-Medien glauben nun auch zu wissen, wann. Und, wer beim Eröffnungsspektakel dabei sein wird.

Jennifer Aniston (l.), Reese Witherspoon
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Jennifer Aniston (l.), Reese Witherspoon


Es ist die klassische Apple-Situation: Niemand weiß etwas Genaues, der Konzern hält sich bedeckt, und die Gerüchteküche brodelt. Nur, dass es diesmal nicht um neue iPhones oder iPads geht, sondern um neue Serien.

Apple will mitmischen im weiter kräftig wachsenden Streaming-Markt, die Pläne des Tech-Giganten sind lange bekannt. Medien und Nachrichtenagenturen in den USA berichten nun, Ende März, spätestens im April oder Mai sei es so weit.

Bloomberg, BuzzFeed und der "Hollywood Reporter" melden, Apple habe zu einem für den 25. März geplanten Event diverse Hollywoodstars eingeladen. Darunter sollen Jennifer Aniston und Reese Witherspoon sein, die für Apple in einer noch unbetitelten Serie mitspielen, die sich um das Frühstücksfernsehen dreht; sowie Jennifer Garner und der Regisseur J.J. Abrams, die die Mini-Serie "My Glory Was I Had Such Friends" drehen.

Serien angeblich kostenlos für Apple-User

Reuters und Bloomberg geben April oder Mai als Zeitraum für den Start des Streamingdienstes an. Und sie wollen andere Details erfahren haben. So werde der Dienst über Apples bereits erhältliche TV-App laufen und die Angebote anderer TV-und Kabelkanäle bündeln, darunter CBS, Starz, Viacom und möglicherweise HBO.

CNBC wiederum will erfahren haben, dass Apples neue Unterhaltungsprodukte für Besitzer eines iPhones, iPads oder einer Apple-TV-Box kostenlos seien und Gebühren lediglich für die anderen Kanäle anfallen sollen.

Apple hat bisher rund eine Milliarde US-Dollar für originäre Inhalte ausgegeben. Dazu zählen auch eine langjährige Partnerschaft mit Oprah Winfrey und die Neuauflage der Serie "Unglaubliche Geschichten", die Steven Spielberg produzieren wird.

Mit Apples Einstieg wird es im Streaming-Segment immer enger für Platzhirsch Netflix und Amazon Prime. Dieses Jahr wird Disney mit einem eigenen Angebot dazukommen, auch das Hollywood-Studio Warner Bros. geht an den Start.

Serien und Shows sollen aber nicht Apples einziges Serviceangebot bleiben. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, könnte der Konzern ebenfalls im Frühling einen Abonnement-Dienst für Magazine vorstellen. Bisher allerdings sträubten sich viele Medienhäuser noch gegen Apples Bedingungen: 50 Prozent der Erlöse sollen demnach in Cupertino bleiben.

kae

insgesamt 2 Beiträge
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spon_5112961 14.02.2019
1. Juhu! Hab jetzt Apple Pay!
Werde nachher extra in eine 6 km entfernte Kneipe (einzige mir bekannte Möglichkeit) fahren um es anzutesten... Prost!
shardan 14.02.2019
2. Och.... eher nö.
Der Trend zum Fünft-Abo..... muss ja sein. Man braucht halt unbedingt neben Netflix und Amazon auch noch Disney, Warner... und nun noch Apple als (ggf. für Nicht-Apple-User) bezahlten Dienst. Wann kommen diese Anbieter eigentlich auf den Gedanken, dass man den Kuchen nicht in immer mehr Teile zerlegen kann, ohne das die Teile kleiner werden? Es sind zu wenig Anbieter, um einen wirklich offenen Markt herzustellen, es ist faktisch ein Oligopol ausschließlich US-amerikanischer Anbieter. Auf einen Preisverfall durch Wettbewerb kann man sich nicht viel Hoffnung machen. Es ist aber auch kein echtes Pay-TV, sondern es sind Abo-Dienste. Es wäre eine Chance, wenn jemand sagen könnte "Heute Abend will ich den Film XY beim Dienst ABC sehen" und zahlt für diesen einen Film eine angemessene Gebühr. Das wollen alle fünf Anbieter nicht. Die wollen - besser für die eigene Kasse - lang laufende Abonnements verkaufen. Die meisten nutzen das nur begrenzt aus, bleibt ein Plus für den Anbieter. So ist jedenfalls die Rechnung. Der Denkfehler liegt darin, dass alle Dienste annehmen, der Kunde würde das schon bezahlen. Das Geld des Kunden ist aber endlich. Disney geht bei Netflix weg - deswegen wird Netflix nicht billiger. Wer Disney weiter sehen will, zahlt das Abo on top. Das mal fünf? Das wird langfristig absehbar in "Marktkonsolidierung" enden. Daneben zeigt das ganze aber noch etwas anderes, Apple-Jünger werden mich nicht lieben: Apple war einmal der Vorreiter, Erfinder des Smartphones, immer vorneweg. Die Preise waren entsprechend hoch, aber die Leute haben es gern bezahlt. Die Zeiten eines visionären Steve Jobs sind vorbei. Heute sind iPhones und iPads nur noch sehr teuer. Eine echte Mehrleistung kann ich gegenüber anderen guten Smartphones nicht erkennen. Daneben ist die Unzahl kleiner Zicken mittlerweile beträchtlich. Verbogene iPads (Neu!)? Ist lt. Apple kein Mangel! Eine Laufzeitschaltung bei Akkus? Naja. Ohne Info an oder Einfluss durch den Kunden? No Go! Besitzer von Apple-Notebooks kennen eines: Ein super schönes Notebook, schlank... und eine fette Tüte mit diversen Adaptern: Es passt nichts in die normale Umgebung, es macht nur im "Apple-Biotop" Spaß. Das aber findet man in der Geschäftswelt z.B. für Vorträge eher selten. Da muss dann der entsprechende Adapter dran.... Bei den Macbooks kommt das Problem Hardware dazu. So richtig renoviert hat Apple da auch schon lange nicht mehr. Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass das Film-Abo wenigstens lange überlebt und nicht nach einiger Zeit den iCar suchen geht.
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