Zeigen die Kommissare den richtigen Einsatz?
Nein, nein, nein! Aber irgendwann ist ja auch wirklich mal genug mit der Arbeit. Als Kommissarin Odenthal (Ulrike Folkerts) beim Rotwein nach Feierabend einfach nicht aufhören kann über den Fall zu sinnieren, sucht Kollege Kopper (Andreas Hoppe) das Weite. Bei der Band im Übungsraum kann er endlich abschalten.
Wie blutig ist die neue Folge?
Eigentlich gar nicht blutig. Wie sich die Figuren in diesem Psychokrimi über eine Gruppe verzweifelter Liebender zuweilen aggressiv anstarren, kann einem aber auch Angst und Bange machen.
Kann man die Geschichte glauben?
Durchaus. Es geht um eine sonderbare Art von Ersatzfamilie, bei dem einer ohne den anderen nicht kann. Soll es geben.
Bester Auftritt?
Götz Schubert als getriebener Werkstattbesitzer, der für alle seine Lieben da sein will - und doch alle verrät. Die Ex-Frau, mit der er immer noch eine überschuldete Werkstatt führt, genauso wie die neue Freundin, die ein Kind von ihm erwartet, und die Schwester, der er Vaterersatz ist. Zu viel Liebe tut auch nicht gut: Irgendwann dreht dieser Berg von Mann durch und schlägt um sich. Ist das nun ein Guter oder ein Böser? Schubert spielt diesen Zwiespalt grandios.
Wie steht's mit der Komik?
Liefert Andreas Hoppe als Ermittler Kopper - wenn auch nicht ganz klar ist, ob freiwillig oder unfreiwillig. Der Cop singt im Übungskeller Pink Floyds "Wish You Were Here" herzzerreißend falsch. Singende Kommissare, hatten wir das nicht schon einmal irgendwo?
Lohnt das Einschalten?
Durchaus. Wenn es auch nach der Hälfte ein wenig knirscht im Plot. Für die in der Regel sehr schlechten Odenthal-"Tatorte" aber eine insgesamt gute Leistung.
Und wenn ich mehr über diesen "Tatort" wissen will?
Unser Kollege Arno Frank guckt heute für SPIEGEL ONLINE den "Tatort" und twittert live auf @SPIEGEL_Kultur.
cbu
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