Hamburg/Berlin - "Wir sind Nachrichten": In einer großangelegten Kampagne werben ARD und ZDF mit Fernsehspots, Plakaten und Anzeigen für die neue GEZ-Gebühr. Beim Bund der Steuerzahler stößt der Werbefeldzug ebenso auf Kritik wie die Rundfunkabgabe selbst.
"Weder die Einführung einer Zwangspauschale noch die millionenschwere und aus Beitragszahlungen finanzierte Werbekampagne dürfte die Akzeptanz der Öffentlich-Rechtlichen erhöhen", sagte Reiner Holznagel, der Präsident des Verbandes, dem "Handelsblatt Online".
Holznagel fordert von den Sendern, die Kosten für die Kampagne bekanntzugeben: "Die Bürger haben einen Anspruch darauf zu wissen, was mit ihrem Geld passiert und wie hoch der tatsächliche Anteil der Beitragseinnahmen ist, der für Werbezwecke verwendet wird."
Eine derartige Offenlegung wäre freiwillig. Eine juristisch festgeschriebene Pflicht der Öffentlich-Rechtlichen hierzu besteht nicht. In ihrem aktuellen Bericht nennt die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) für Imagekampagnen von ARD und ZDF im Zusammenhang mit den Rundfunkgebühren eine Summe von insgesamt 23,6 Millionen für die Jahre 2009 bis 2012 und von insgesamt 15 Millionen für 2013 bis 2016.
In der aktuellen Kampagne sind neben Tom Buhrow und Claus Kleber unter anderem die Nachrichtensprecherinnen Judith Rakers und Petra Gerster, die Talker Günther Jauch und Maybrit Illner sowie die Sportmoderatoren Rudi Cerne und Gerhard Delling zu sehen.
sha
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