Showoffensive: ARD mistet Unterhaltungsangebot aus

Weniger, dafür aber häufiger wiederkehrende Formate: Die ARD will ihr Unterhaltungskonzept auffrischen und mit neuen Köpfen und Formaten aufwarten - Kai Pflaume und Thomas Gottschalk sollen dem Sender erhalten bleiben.

Kai Pflaume am Set von "Drei bei Kai". Bald soll er eine neue Sendung bekommen Zur Großansicht
DPA

Kai Pflaume am Set von "Drei bei Kai". Bald soll er eine neue Sendung bekommen

Hamburg - Die ARD will die Zahl ihrer Unterhaltungssendungen verringern und die Zuschauer mit einer verkleinerten Auswahl von Shows fester an sich binden. "Wir wollen das Unterhaltungsangebot im Ersten nicht reduzieren, aber mehr Wiedererkennbarkeit schaffen", sagte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber vom Norddeutschen Rundfunk (NDR). Eine Ausschreibung unter Produzenten soll zudem für neue Ideen sorgen.

Nach den Angaben von Schreiber strahlt die ARD insgesamt 29 Formate an den Showtagen Donnerstag und Samstag aus. Das sei zu viel. Zum Vergleich: ZDF und RTL sendeten jeweils nur 13 Formate an diesen Tagen.

Als neue Unterhaltungssendung läuft ab 20. Dezember 2012 erstmals die Satire- und Parodieshow "Das Ernste" mit dem Kabarettisten Florian Schroeder. Schroeder und seine Kollegen Thomas Nicolai, Marti Fischer, Sara Kelly-Husain und Antonia von Romatowski wollen Stars und Promis, Politiker und gar das Fernsehen selbst veräppeln. Die Dreharbeiten finden im "Tagesthemen"-Studio statt.

Die ARD setzt ihre Hoffnungen noch immer auf Thomas Gottschalk, der mit seiner Vorabendshow gescheitert und nun an der Seite von Dieter Bohlen die neue Marke von "Das Supertalent" ist. Für sein Engagement musste Gottschalk viel Schelte einstecken. Dennoch hält das Erste an ihm fest, will auch weiterhin Auftrittsmöglichkeiten für ihn finden.

Auch der langjährige "Nur die Liebe zählt"-Moderator Kai Pflaume soll weiter für die ARD auf der Showbühne stehen. "Wir wollen die Zusammenarbeit mit ihm ausbauen", sagte Schreiber. Pflaume soll wohl eine neue Show übernehmen. Einziges Manko: Vermutlich muss der 45-Jährige auf die Sendung "Starquiz" verzichten. Der NDR erwägt, das Format abzusetzen.

kha/dpa/dapd

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 9 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Was jetzt ?
auch noch 08.11.2012
Neue Köpfe - oder doch lieber die alten Zöpfe? Was muß alte Tommy für einen Vertrag haben, dass sie sich nicht trauen, bzw. leisten können, ihn vorzeitig auf´s amerikanische Altenteil zu schicken.
2. Das Ernste
pefete 08.11.2012
Aha. Eine Konkurrenz zur "HeuteShow?!
3. Programme reformieren
Demokrator2007 08.11.2012
Wieso sollen sich ARD und ZDF eigentlich Konkurrenz machen? Wenn sie sich nicht aus vollen GEZ-Töpfen bedienen könnten hätte man da wohl längst mal drüber nachgedacht. Beide Programme bieten flächendeckend an, sodaß Argumente von früher kaum noch zählen dürften. Die US-Wahl hat außerdem belegt, das nicht beide Sender ein weltweites Korrespondentennetz unterhalten müssen, dadurch wird das Informationsangebot keineswegs besser, sondern das sie sich dieses Netz teilen können, je nach Thematik, so wie die Privaten sowas auch machen müssen. Die ARD als Sport-und Politsender, mit kleinen Regionalfenstern, das ZDF als Showkanal u. Trivialunterhaltung, die Dritten als Informationssender mit Regionalbezug und Arte als gehobene Unterhaltung und da ließe sich mit Sicherheit der eine oder andere GEZ-Euro einsparen. Außerdem müssen die Sender vom Einfluß der Parteien befreit werden.
4. Mehr Geld würde auch nicht helfen ...
sanctum.praeputium 09.11.2012
Würde die Zwangsgebühr verdoppelt werden, würde die Qualität sich nicht verdoppeln. Bei einer Halbierung würde die Qualität nicht sinken.
5.
bronck 09.11.2012
Zitat von sysopWeniger, aber dafür mehr wiederkehrende Formate: Die ARD will ihr Unterhaltungskonzept auffrischen und mit neuen Köpfen und Formaten aufwarten - Kai Pflaume und Thomas Gottschalk sollen dem Sender aber erhalten bleiben. ARD will Unterhaltungsangebot ausmisten - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/kultur/tv/ard-will-unterhaltungsangebot-ausmisten-a-866131.html)
Nun ja, man sollte die Altenheiminsassen auch nicht so überfordern.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Kultur
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik TV
RSS
alles zum Thema ARD
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 9 Kommentare
Netzwelt auf Twitter

Über diesen Account erreichen Sie das Ressort und verpassen keinen Artikel.