Hamburg/Mainz - Eigentlich sollte es im ZDF-"Auslandsjournal" um Honduras gehen. Als Moderator Theo Koll am Mittwochabend eine Reportage über die Gewalt in dem mittelamerikanischen Land ankündigte, zeigte die Redaktion im Hintergrund das Bild einer riesigen Blutlache - allerdings in der Form der Schweiz. Das meldet die Schweizer Boulevardzeitung "Blick".
Ein Zufall? Wohl nicht. Die Illustration entpuppte sich als peinlicher Fehltritt. Eine Grafikerin hatte bei der Suche nach einer passenden Abbildung ein Aktionsplakat der "Gruppe für eine Schweiz ohne Armee" (GSOA) ausgesucht. Die GSOA kämpft mit dem Bild der Blutlache gegen Schweizer Waffenexporte. Die Grafikerin schnitt den über dem Bild stehenden Slogan ab: "Waffen hinterlassen Spuren. Stopp Kriegsmaterial-Export aus der Schweiz."
Der Redaktion sei die spezielle Form des Blutfleckes nicht aufgefallen, gestand ein Redakteur der Sendung dem "Blick": "Da uns die Umrisse der Schweiz nicht geläufig sind, hat niemand etwas gemerkt."
Ein Sprecher der GSOA dagegen findet den Fehler gar nicht bedauerlich: "Die Schweizer haben immer das Gefühl, sie hätten eine weiße Weste und sind dann bestürzt, wenn ein anderes Bild gezeigt wird."
sha
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