Serienauftakt in der ARD Wie fanden Sie "Babylon Berlin"?

Entfesselung im Tanzpalast, Radikalisierung in den Straßen: Am Sonntag hat "Babylon Berlin" seine Free-TV-Premiere gefeiert. Ein Epochenstück, das nicht aktueller sein könnte. Oder sind Sie anderer Meinung?

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Um sie herum wackeln Tänzerinnen in Bananenröckchen mit dem Po, sie selbst aber ist eine Figur von androgyner Eleganz mit Anzug, Zylinder und Schnurrbar: die Nachtklubsängerin Swetlana Sorokina, die im Berlin des Jahres 1929 einen Liebhaber in der deutschen Großindustrie hat, mit russischen Trotzkisten gemeinsame Sache zu machen scheint und die Show im legendären Tanzpalast Moka Efti bestimmt. Eine Mischung aus Mata Hari und Marlene Dietrich.

Die litauische Schauspielerin, Regisseurin und Komponisten Severija Janusauskaite gibt mit dem von ihr gesungenen Lied "Zu Asche, zu Staub" die fatalistische und doch euphorisierende Grundstimmung des Gesellschaftspanoramas "Babylon Berlin" vor, das von Entfesselung, Erosion und politischer Radikalisierung im Berlin der Weimarer Republik erzählt.

Ein rauschhaftes Serienerlebnis in 16 Folgen, von dem am Sonntag die ersten drei im Ersten zu sehen waren. Wir schrieben: "Ein Epochenstück, das nicht aktueller sein könnte." Wie beurteilen Sie das Fernsehereignis?

cbu



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