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Sparkonzert bei ARD-Anstalt: Bayerischer Rundfunk streicht 450 Stellen

BR-Funkhaus in München (Archivbild): Massiver Stellenabbau Zur Großansicht
picture-alliance / dpa

BR-Funkhaus in München (Archivbild): Massiver Stellenabbau

Beim Bayerischen Rundfunk sollen über die nächsten zehn Jahre 450 Vollzeitstellen wegfallen. Zur Begründung des drastischen Schritts verweist der Sender auf den massiven Stellenabbau auch bei anderen Sendern.

Drastische Schrumpfkur in München: Der Bayerische Rundfunk (BR) baut in den kommenden zehn Jahren 450 Vollzeitstellen in der Fernsehproduktion ab. Vorrangig seien die Bereiche Deko-Bau, Fundus, Requisite, Werkstatt und Printgrafik betroffen, sagte eine Sendersprecherin. Sie betonte, dass es keine Entlassungen geben werde.

"Der Abbau soll sozialverträglich und in enger Abstimmung mit dem Personalrat erreicht werden", so das Statement. Dazu sollten in den kommenden Jahren Stellen nicht wieder besetzt, Mitarbeiter weiterqualifiziert, umgeschult oder versetzt werden. Nach dem Stellenabbau soll es dann noch 545 Vollzeitstellen in der Fernsehproduktion geben.

Zur Begründung der Stellenstreichungen sagte die Sprecherin: "Wie andere Sender es auch schon getan haben, wird der BR seine Strukturen effizienter gestalten müssen". Damit bezog sie sich unter anderem auf den Westdeutschen Rundfunk, der bereits im Juni 2014 die Streichung von 500 Stellen angekündigt hatte. "Nur so bleiben wir aus eigener Kraft handlungsfähig und können den WDR steuern", sagte damals WDR-Intendant Tom Buhrow.

BR-Intendant Ulrich Wilhelm baut den Bayerischen Rundfunk seit Längerem schrittweise zu einem trimedialen Medienhaus um, in dem die Redaktionen und Abteilungen von Fernsehen, Radio und Internet enger miteinander vernetzt werden sollen. Unter anderem baut der BR in München ein neues Sendehaus.

mxw/dpa

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