Hamburg/Berlin - Fünf Monate dauert es noch, bis Til Schweiger zum ersten Mal vor einer "Tatort"-Kamera stehen wird und in Hamburg dem Verbrechen auf die Spur kommen will. Schon jetzt ist er aber der meistdiskutierte Ermittler aus der Riege der ARD-Kommissare.
Mit seinem Vorschlag, den legendären Vorspann der ARD-Krimi-Reihe zu kippen, scheint er es sich mittlerweile mit halb TV-Deutschland verscherzt zu haben. Nachdem sich etliche seiner "Tatort"-Kollegen und sogar der Erfinder des "Tatort" gegen seine Forderung gestellt haben, meldet sich nun sogar ein echter Hamburger Kriminalhauptkommissar zu Wort.
"Die 'Tatort'-Reihe (...) ist einfach Kult", sagte der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, André Schulz, am Mittwoch in einer Pressemitteilung. "Es zeugt schon ein wenig von Arroganz, wenn der Möchtegern-Ermittler Til Schweiger bereits vor der allerersten Klappe das unverwechselbare Markenzeichen des 'Tatort', den Vorspann, abschaffen will, weil er ihn 'outdatet' findet."
Seit über 40 Jahren eröffnet der berühmte Vorspann mit den blauen Augen und dem Fadenkreuz den Krimi-Klassiker. Dass Schweiger angesichts der langen Tradition dieser Sendung, inklusive des Openers, eine solche Forderung stellt, kann Schulz nicht verstehen. "Für Schweiger sollte es eine Ehre sein, einen Kriminalbeamten im 'Tatort' spielen zu dürfen. Ein bisschen Demut für die angebotene Rolle und weniger Überheblichkeit würden ihm guttun."
tre/dpa
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Kultur | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik TV | RSS |
| alles zum Thema Tatort | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH