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Britischer Schauspieler: Bob Hoskins ist tot

"Roger Rabbit" machte ihn berühmt. Nun ist der britische Schauspieler Bob Hoskins im Alter von 71 Jahren gestorben. 2011 war bei ihm die Nervenkrankheit Parkinson diagnostiziert worden.

London - Einen seiner größten Erfolge auf der Kinoleinwand hatte er 1986 als liebender Chauffeur einer farbigen Prostituierten in Neil Jordans Thriller "Mona Lisa". Für seine Darstellung wurde er in Cannes als bester Schauspieler gewürdigt und erhielt 1987 einen Golden Globe.

Hoskins trat in Steven Spielbergs Peter-Pan-Adaption "Hook" auf und in "Falsches Spiel mit Roger Rabbit", ebenso war er in der Videospielverfilmung "Super Mario Bros." zu sehen.

Robert (Bob) William Hoskins wurde am 26. Oktober als Sohn des Buchhalters Robert Hoskins in Bury St. Edmunds (Suffolk) geboren, wohin seine Mutter Elsie Lillian, eine Hauswirtschaftslehrerin, während der deutschen Bombenangriffe geflohen war.

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Von England nach Hollywood: Roger Rabbits Retter

Durch einen Zufall kam Hoskins nach einer abgeschlossenen Buchhalterausbildung zum Schauspiel. In einer Kneipe, in der er auf einen Freund wartete, traf er auf eine Laienschauspielgruppe, die eine Rolle zu besetzen hatte. Hoskins sprach spontan vor und erhielt die Hauptrolle des Stücks. Ein Agent, der bei der Premiere anwesend war, überzeugte Hoskins daraufhin, weiter Theater zu spielen.

In den siebziger Jahren zum Film

1969 begann er seine Schauspielerkarriere mit der Figur des "Peter" in "Romeo und Julia" am Victoria Theatre in Stoke-on-Trent. Später folgten Rollen als "Richard III." und "King Lear". In den siebziger Jahren wandte sich Hoskins dem Film zu und erhielt in Komödien kleinere Rollen.

Auch im Fernsehen war er erfolgreich. In der BBC-Serie "Pennies from Heaven", die 1977-1978 in England und 1979 in den USA ausgestrahlt wurde und sich dort zu einer Kultserie entwickelte, spielte Hoskins einen schmierigen Musiknotenvertreter, der seine Frau und die Geliebte gleichzeitig hintergeht und fälschlicherweise wegen Mordes angeklagt wird. Seine Darstellungskunst trug ihm die Nominierung der British Academy of Film and Television Arts als jahresbester Schauspieler ein.

In den achtziger Jahren machte sich Bob Hoskins durch seine Rollen in Gangsterfilmen und Thrillern einen Namen. 1982 sagte er der "New York Times" in einem Interview "Ich mag es, wie ich bin. Ich bin glücklich mit mir."

Später war der Schauspieler in Filmen wie "TwentyFourSeven" (1997), "Felicia, mein Engel" (1999) und "Lady Henderson präsentiert" (2005) zu sehen. Die Liste bekannter Regisseure, mit denen Hoskins arbeitete ist lang: Sie reicht von Steven Spielberg und Brian DePalma über Francis Coppola und Oliver Stone bis zu Wolfgang Petersen, Alan Parker und Terry Gilliam.

2012 beendete er seine Karriere

Erst 2012 hatte Hoskins seine Schauspielkarriere beendet. Er freue sich auf den Ruhestand mit seiner Familie und bitte, dass seine Privatsphäre geachtet werde, hatte er damals mitgeteilt. Ein Jahr zuvor war bei dem Schauspieler die degenerative Nervenkrankheit Parkinson diagnostiziert worden.

Zuletzt war Hoskins als einer der sieben Zwerge in dem Fantasy-Film "Snow White and The Huntsman" zu sehen.

Nun starb der Schauspieler im Alter von 71 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung im Krankenhaus. "Wir sind erschüttert, dass wir unseren geliebten Bob verloren haben", teilte seine Familie mit.

kha/Reuters/AP/dpa

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insgesamt 8 Beiträge
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1.
P.Delalande 30.04.2014
Zitat von sysopDPA"Roger Rabbit" machte ihn berühmt. Nun ist der britische Schauspieler Bob Hoskins im Alter von 71 Jahren gestorben. 2011 war bei ihm die Nervenkrankheit Parkinson diagnostiziert worden. http://www.spiegel.de/kultur/tv/bob-hoskins-roger-rabbit-star-ist-tot-a-966998.html
Ein Film, meiner Meinung nach sein Bester, sollte aber nicht vergessen werden: "The Long Good Friday" von 1979.
2. ich mochte ihn
ralfkochlöffel 30.04.2014
Ruhe in Frieden
3. oh, no
moonoi 30.04.2014
R.I.P.
4. R.I.P. Bob Hoskins
gruebi01 30.04.2014
Unvergesslich gut in Pennies from Heaven, Mona Lisa und The long Good Friday.
5.
h.hass 30.04.2014
Schlimme Nachricht. Wenn man bedenkt, was sich heutzutage oft Schauspieler schimpft, ist der Verlust eines solchen Vollblutdarstellers mehr als schmerzlich. In den letzten Jahren habe ich ihn ein bißchen aus den Augen verloren, aber Bob Hoskins hatte immer eine unglaubliche Leinwandpräsenz und Überzeugungskraft, ganz egal in welcher Rolle. Eine Schönheitskonkurrenz hätte er nicht gewonnen, aber die kurzlebigen Teenie-Idole, die ständig hochgespült und dann schnell wieder vergessen werden, verblassen neben ihm zur Statisterie. Besonders empfehlenswert der eher unbekannte Film "Rififi am Karfreitag", in dem er als Londonener Unterweltgröße mit Stiernacken und manischer Energie einen unglaublichen Auftritt hatte.
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