Box Office Die dunkle Fee zaubert die X-Men vom Thron

Gegen diese Macht können selbst Superhelden nichts ausrichten: Als böse Fee in Disneys Dornröschen-Remake "Maleficent" verweist Angelina Jolie die "X-Men" auf den zweiten Platz der Kinocharts.

Angelina Jolie als dunkle Fee: Erfolgreiches Kino-Debüt für "Maleficent"
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Angelina Jolie als dunkle Fee: Erfolgreiches Kino-Debüt für "Maleficent"


USA

1. Gewinner der Woche

Blutrote Lippen, schneeweiße Haut, pechschwarzes Haar: Die dunkle Fee aus Disneys Dornröschen-Remake "Maleficent" ist nicht nur gruselig schön, sie hat am Wochenende auch noch die meisten Kinogänger in ihren Bann geschlagen. Vielleicht liegt es an Angelina Jolie, die seit Jahren mal wieder in einer Hauptrolle zu sehen ist, vielleicht aber auch an dem Plot der Gebrüder Grimm, der in diesem Film aus Sicht der Fee erzählt wird. Das Märchen spielte am vergangenen Wochenende 70 Millionen US-Dollar ein.

Die dunkle Fee hat somit auch die Superhelden der X-Men-Familie vom Thron gestoßen: "X-Men: Days of Future Past" ("Zukunft ist Vergangenheit") erzielte 32,6 Millionen US-Dollar - mit diesem Ergebnis erreichte der siebte Film aus der Superheldenreihe nur noch Platz zwei der Kinocharts.

2. Verlierer der Woche

"A Million Ways to Die in the West" - der neue Film von Seth MacFarlane mit Charlize Theron startete auf dem dritten Platz der Charts. Das Einspielergebnis lag bei 17,1 Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: Sein Film "Ted" debütierte vor zwei Jahren mit 54,4 Millionen US-Dollar.

Es ist kein Erdbeben, es ist auch kein Taifun, der amerikanische Großstädte verwüstet: Das Unglück bringt "Godzilla", das Riesenmonstrum über die Menschen. Das Interesse an dem schwarzen Giganten hat nun, drei Wochen nach Kinostart, nachgelassen. Der Umsatz des US-Epos von Gareth Edwards brach um 60 Prozent ein, wie der BranchendienstBox Office Mojo berichtete.

3. Zahl der Woche

Die Gefahr lauert nicht nur im Dunkeln. Auch am hellichten Tag greift sie zu. Und: Sie ist erst 25 Jahre alt. Der Ukrainer Vitalii Sediuk hat sich zum Schauspieler-Schreck entwickelt. In Cannes war er bereits Schauspielerin America Ferrara unters Kleid gekrochen. In der vergangenen Woche griff er Brad Pitt ins Gesicht, der zur US-Premiere von "Maleficent" gekommen war.

Deutschland

1. Gewinner der Woche

Deutschland und die USA könnten sich in dieser Woche kaum einiger in der Vergabe der ersten Plätze der Charts sein: Auch in Deutschland wollte die Mehrzahl der Kinobesucher Angelina Jolie als dunkles Geschöpf sehen. "Maleficent - Die dunkle Fee" hat sich zum Start am Himmelfahrtswochenende als Hauptattraktion in den deutschen Kinos erwiesen. Rund 350.000 Besucher ließen sich von Jolie verzaubern, wie GfK Entertainment am Montag mitteilte.

Der Comic-Blockbuster "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" musste sich mit 240.000 Zuschauern und Platz zwei begnügen. Der Newcomer "A Million Ways to Die in the West" errang mit 233.000 Kartenkäufern Position drei.

2. Verlierer der Woche

Starke Männer, durchtrainierte Frauen, jede Menge Explosionen und Technik? Das hört sich nach einem super Männerfilm an. Doch "Edge of Tomorrow" mit dem jung gebliebenen Tom Cruise in der Hauptrolle wollten am Wochenende nur 140.000 Zuschauer sehen. Damit startete das Action-Spektakel aus den USA nach Angaben des Branchendienstes "Blickpunkt Film" auf Platz vier.

3. Und welcher Film hat eine zweite Chance verdient?

In der Highsmith-Verfilmung "Die zwei Gesichter des Januars" erzählt der Regiedebütant Hossein Amini die Geschichte dreier Trickbetrüger in Griechenland. Den Film mit Viggo Mortensen und Kirsten Dunst in der Hauptrolle wollten bislang nur 30.000 Zuschauer sehen - dabei ist der Film ein Paradestück zum Thema Eifersucht und dann spielt er auch noch in den stilsicheren sechziger Jahren im sonnigen Griechenland.

kha/dpa

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